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Romantische Gotteshaus – Idylle

Beschaulich und romantisch liegt die Ortschaft Remlingrade, in deren Mittelpunkt die schöne Dorfkirche seit 1743 ihren Platz hat.

Ihr Bau wurde im Jahre 1743 begonnen und zwei Jahre später fertiggestellt. Doch bereits im Jahr 1375 muss sich in Remlingrade eine Kapelle befunden haben. So geht es aus einem Vertrag mit der Pfarrei in Radevormwald hervor. Bis 1743 scheint diese Kapelle dann als Gotteshaus gedient zu haben. Aber im Laufe der Zeit wurde ihr Zustand immer kärglicher genannt, bis 1712 der Turm so baufällig war, dass man die Glocken nicht mehr läuten konnte ohne die Gefahr eines Einsturzes. Daher entschloss man sich zum Neubau einer Kirche, die an derselben Stelle errichtet wurde, an der die Kapelle früher stand.

Und mit Sicherheit kann angenommen werden, dass dies auf den Fundamenten und nach dem Vorbild der alten Kapelle geschah. Das heutige Gotteshaus präsentiert sich im großen und ganzen den Besuchern noch im Originalzustand. Beim Bau gab es allerdings erhebliche finanzielle Schwierigkeiten; die letzten Schulden konnten erst 1792 abgetragen werden. Erbauer der Kirche ist ein Friedrich Pattberg aus Beyenburg.

Sein Werk wurde 1883 erheblich in Mitleidenschaft gezogen, als ein Blitz den Turm traf, der bis zu einem Drittel abbrannte. Bis vor ca 50 Jahren existierte auch eine Kirchuhr, zu deren Beschaffung die Gemeinde 1798 genau 290 Thaler vermacht worden waren. Gebaut wurde sie von Wilhelm Wellershaus und vollendet von Johann Heinrich Oberhoff. Leider war ihre Reparatur später dann nicht mehr möglich. Die Orgel der Remlingrader Kirche stammt aus dem Jahre 1884, in dem sie für 720 Thaler angeschafft worden war. Auch der Altar, hergestellt von einem Schreinermeister aus der Ortschaft „Im Kamp“, stammt ebenso aus der Erbauerzeit der Kirche wie ihre Bänke, in denen sich teilweise noch die Namen der früheren „Platz – Besitzer“ ablesen lassen. Ein Kristall-Leuchter, für den bei der großen Renovierung der Kirche in den fünfziger Jahren extra Ersatzkristalle aus Wien beschafft werden mußten, hängt majestätisch von der Decke.

Heute eher amüsierend muten zwei schmiedeeiserne Huthalter an, die ebenfalls von der Decke dicht über den Bänken hängen.

Drei Glocken befinden sich im Turm, sie haben die Töne D, Fis und A und sind dreidreiviertel beziehungsweise zwei Zentner schwer. Sowohl im Kircheninneren als auch auf dem Kirchhof befinden sich mehrere uralte Grabsteine, die von der langen Kirchengeschichte in Remlingrade zeugen.

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