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Eisenbahn in Radevormwald:; Wider die billige Polemik in der Verkehrspolitik

Felix Staratschek antwortet auf den Leserbrief von Werner Nowara (früherer UWG-Politiker) zur Bahnanbindung von Radevormwald ...

... und zeigt Potentiale des ÖPNV auf, aber auch Gefahren, die akut dem ÖPNV und allen Dingen drohen, die der Staat finanziert.


"Hat sich schon jemand gefragt, ob diese Strecke auch sinnvoll ist?"

---Was sinnvoll ist hat viele Facetten und darüber kann man diskutieren.

"Radevormwalder Bürger müssen um nach Dahlerau zu kommen erst in das eigene Fahrzeug steigen, um dann festzustellen, dass es dort am Bahnhof kaum Parkplätze gibt."

---Wenn es eine Reaktivierung gibt, gehört dazu ein Buskonzept. Niemand muss mit dem Auto zur Bahn fahren, der bisher den Bus nutzen konnte. Mein Vorschlag: Nur noch eine Linie Dahlhausen Bf.-Wuppermarkt-Keilbeck-Önkfeld-Radevormwald-Lennep und ein Bahnhalt in Grunewald.

"Bequemer und sinnvoller ist am Busbahnhof direkt in den Bus nach Wuppertal einzusteigen."

---Umsteigen ist bei sicheren Anschlüssen nicht schlimm, nach Barmen und Elberfeld muss man auch heute umsteigen. Schienenfahrzeuge sind im Vergleich zu Bussen komfortabler.

"Aber auch diese Verbindung wird wenig genutzt. Mit der Bahn werden es sicherlich nicht mehr sein."

---Reaktivieurngen zeigen, dass Züge i.d.R. mehr Fahrgäste gewinnen als Busse. Bei den meisten Reaktivierungen wurden die Prognosen weit übertroffen.

"Der mit der Herrichtung der Strecke verbundener Aufwand steht im ungünstigen Verhältnis zum Nutzen."

---So eine Investition ist eine Maßnahme für Jahrzehnte, ob sich das lohnt muss geprüft werden. Ein Kilometer U-Bahn kostet um die 200 Mio. Euro. Hier würde die Reaktivierung weniger kosten als anderswo 250 m U-Bahn.

"Es ist für Radevormwald nicht kalkulierbar. Für Wuppertal bis Beyenburg schon."

---Was für Radevormwald kalkulierbar ist entscheidet auch der politisch geschaffene Rahmen. Evt. muss man bis ein ÖPNV möglich wird andere Nutzungen auf der Strecke als Zwischenlösung anbieten.

"Die Personen, die sich dieses Projekt ausgedacht haben, sollten sich lieber mit Modelleisenbahnen beschäftigen."

---Billige Polemik hilft nicht weiter, es ging um eine Studie der Machbarkeit. Wie die genau aussieht ist für normale Bürger nicht ersichtlich, da die Stadt Radevormwald unfähig ist (Stand 14.3.23), diese Studie umgehend nach der Sitzung am 8.3.23 ins Netz zu stellen. Die Berichterstattung deutet aber an, dass eine autonom fahrende Bahn nicht untersucht wurde, da davon in der Zeitung nichts steht. Dieser Gedanke wurde aber an die Stadt und Politik herangetragen, in der Hoffnung dass das als Variante für eine Machbarkeitsstudie untersucht wird.

"Der einzige bedeutsame Vorteil der Strecke, ist das Angebot der Draisinenfahrt. Und diese soll dann entfallen?"

---Da hat Herr Nowara teilweise Recht. Die Draisinen sind etwas das gut läuft. Wenn es einen echten ÖPNV gibt, müsen die Draisinen und vielleicht auch der Museumszug woanders fahren, vielleicht auf der Talbahn in Ennepetal oder auf der Strecke Meinerzhagen-Krummenerl. Bei einem Museumsverkehr müsste es möglich sein, ein Betriebskonzept zu erabeiten das beides zulässt, Zug und Draisinen. Wenn der Zug den Draisinen voraus fährt, besteht keine Gefahr für die Pedalritter. In Frankreich klappt das. Sollten das in Deutschland Regeln verbieten, sind diese nicht in Stein gegossen und dann muss es hier eine Petition geben, dies zu ändern, damit Museumsbahnen sich vielfältig aufstellen können. Vielleicht sähe es anders aus, würde man die Strecke Beyenburg-Wilhelmstal als Straßenbahn führen. Es gibt auch Straßenbahnen auf eigener Trasse, aber die haben eine andere Betriebsordnung als die Eisenbahn. Und es gibt beides, Eisenbahnen die ins Straßenbahnnetz fahren und Straßenbahnen die ins Bahnnetz fahren.

"Dann wäre für diese Region eine große touristische Attraktion gestorben. Und wofür?"

---Wenn es wriklich ein guter ÖPNV wäre, würden die Anwohner von dem ÖPNV mehr profitieren als von Draisinen, die Wohnungen in den Wupperorten ließen sich besser vermieten. Die Digitalisierung wird automatisches Fahren immer weiter voranbringen. Dabei ist das auf Schienen einfacher umzusetzen als auf Straßen. Und in so einem Verkehr sehe ich die Zukunft der Wuppertalbahn. Hier könnte diese Technik entwickelt werden und ihren ersten Einsatz haben. Fachleute werden nach Radevormwald pilgern um sich mit dieser Bahn zu befassen. Für mich sind die Draisinen ein sinnvoller Lückenfüller, bis es uns gelingt, hier einen modernen, autonom fahrenden Schienenverkehr einzurichten, der im S-Bahn-Takt die Wupperorte bis Mitternacht mit Wuppertal verbindet.

Wer in Herbeck wohnt und mit dem NE 19 täglich bis 23.41 von Lennep zurück nach Rade fahren (nach Freitagen und Samstagen 1.41 Uhr), der denkt vielleicht nicht daran, dass man von den Wupperorten morgens viele Regionen zum Schichtbeginn nicht erreichen kann und abends nach der Spätschicht nicht mehr in die Wupperorte zurück kommt.

Nur nach Samstagen gibt es eine Busfahrt um 0.16 Uhr ab Oberbarmen nach Radevormwald und zurück. Bei einer automatischen Bahn gäbe es diese und weitere Fahrten an 7 Tagen in der Woche.

In einem stimme ich Herrn Nowara zu. So wie akut Politik gemacht wird, werden wir uns bald nicht nur solche Reaktivierungen nicht mehr leisten können, es könnte schwierig werden, den Bestand des heutigen ÖPNV zu halten. Das 49 Euro-Ticket ist da nur eine Nebelkerze, damit die Menschen nicht merken, worauf unsere Politik zusteuert, und nach mehreren Kanzler-Wumsen könnte es eine gigantsichen finanzpolitschen Giga-Wums geben, der alle Menschen ohne Auto dazu zwingt das Fahrrad oder UBER zu nutzen anstelle des ÖPNV, den der Staat dann zusammen mit vielen anderen Dingen (Schulen, Krankenhäuser, Feuerwehr, Straßen..... ) nicht mehr bezahlen kann.

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