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Eine eher nicht nachhaltige Lieblingspflanze

In einem Naturerlebnis-Tipp kurz vor Weihnachten befasst sich Stefanie Barzen von der Natur-Schule Grund mit dem "Weihnachtsstern".

Mal was „Festliches“

Weihnachtsstern

Der Weihnachtsstern, auch als Adventsstern oder Christstern bekannt, trägt den wissenschaftlichen Namen Euphorbia pulcherrima, ist ein Wolfsmilchgewächs (Euphorbiaceae) und mit unseren einheimischen Pflanzen Zypressen-Wolfsmilch und Garten-Wolfmilch verwandt.
Den Namen „Pulcherrima“, die Schönste, verlieh ihm der Botaniker Carl Ludwig Willdenow. Ein weiterer Name, Poinsettie, geht zurück auf einen amerikanischen Botschafter in Mexiko, Joel Roberts Poinsett.

Die ursprüngliche Heimat des Weihnachtssterns sind Mittel- und Südamerika, Mexiko, die Karibik. Alexander von Humboldt brachte ihn 1803 von seiner Südamerikareise mit in unsere Gefilde.
Unsere Zimmerpflanze wächst im tropischen Laubwald als etwa vier Meter hoher Strauch oder kleiner Baum. Dort ist es warm, nicht zu hell, da direkte Sonneneinstrahlung fehlt, und Tageslicht gibt es für weniger als zwölf Stunden. Diese Umweltbedingungen machen den Weihnachtsstern zu einer Kurztagspflanze, die nur dann blüht, wenn die Tage kurz genug, also unter zwölf Stunden lang, sind.

Die zart behaarten Blätter der Pflanze stehen wechselständig, nach oben hin gegenständig am Stämmchen, sind verkehrt eiförmig und laufen spitz zu. Ihre Oberseite ist dunkler als ihre Unterseite. Der Blattstiel ist bis fünf Zentimeter, das Blatt sechs bis zwanzig Zentimeter lang und vier bis zwölf Zentimeter breit.
Attraktiv wird die Pflanze durch ihre kräftig roten, sternförmig angeordneten Hochblätter, die sogenannten Brakteen, die bestäubende Insekten anlocken sollen. Sie sind kein Bestandteil der eigentlichen, unscheinbaren, gelblichen Blüte, die sie umgeben. Das, was in der Mitte der Hochblätter aussieht wie mehrere kleine Blüten, ist jeweils ein kleiner Blütenstand. Sie bestehen aus je einer weiblichen Blüte (gestielter Fruchtknoten mit Griffel) umgeben von mehreren männlichen Blüten (ein gestieltes Staubblatt) und ein bis zwei lippenförmigen Nektardrüsen.

Zuchtformen gibt es in rosa, weiß, gelb, zweifarbig oder mit panaschierten Hochblättern. Blaue Hochblätter sind künstlich gefärbt.
Weihnachtssterne sind als Zimmerpflanzen nicht ganz pflegeleicht. Sind die Blätter gelb, steht die Pflanze zu trocken, verliert sie die Blätter, zu nass. Sie mögen keinen Durchzug, keine zu warme Heizungsluft, keine direkte Sonneneinstrahlung. Sie können im Halbschatten im Freien „übersommern“. Möchte man sie zur nächsten Weihnachtszeit zum Blühen bringen, muss man den Kurztag ihrer Heimat imitieren, also sechs bis acht Wochen vor Weihnachten ab in den dunklen Keller, spärlich gießen nicht vergessen, oder den Kurztag durch abdecken mit einer Kiste oder ähnlichem nachahmen.

Der Weihnachtsstern führt, wie alle Wolfsmilchgewächse, für den Menschen leicht giftigen Milchsaft. Verzehr kann zu Erbrechen, Übelkeit, Durchfall führen, Hautkontakt zu Ausschlägen. Wesentlich gefährlicher ist er für Haustiere.

Die ersten Weihnachtssterne waren „Weihnachtsblumen“, also Schnittblumen. In Mexiko gibt es jährlich am 12.12. einen „Poinsettia Day“, die Poinsettie ist die Blume des Heiligabends („La Flor de la Nochebuena“). Bereits den Azteken war die Pflanze bekannt. Sie nutzten die roten Hochblätter zur Herstellung violetter Farbe und den Milchsaft als Mittel zur Fiebersenkung.

Zum Nachdenken: diese Pflanze, die für viele Käufer:innen nur ein nachweihnachtliches Wegwerfprodukt ist, wird als Steckling in einer Anzahl von ungefähr dreißig Millionen Stück nur für den deutschen Markt aus Afrika eingeflogen...
Frohe Weihnachten!

Bis zum nächsten Naturerlebnis-Tipp
Eure / Ihre Stefanie Barzen

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