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15.03.2021: Massensterben beim Feuersalamander

RBN Bergischer Naturschutzverein bittet Spaziergänger, die einen toten Salamander (keine Verkehrsopfer) finden, diesen Fund zu melden.

15.03.2021: Massensterben beim Feuersalamander

Tom Klinkenberg vom RBN Bergischer Naturschutzverein bittet Wanderer und Spaziergänger, die einen toten Salamander (keine Verkehrsopfer) finden, diesen Fund zu melden, um die Ausbreitung der Salamanderpest (Batrachochytrium salamandrivorans, Bsal) zu dokumentieren.

Es wäre optimal, ein Foto mit genauen Fundpunktkoordinaten an das Fundmeldesystem der Biostation Mittlere Wupper zu schicken: www.bsmw.de/unsere-arbeitsfelder/fundmeldesystem-flora-und-fauna/

Feuersalamander sind auffällig mit ihrem schwarz-gelben Fleckenmuster, trotzdem werden sie nicht häufig gesehen. Denn die bis zu 20 Zentimeter großen Amphibien halten sich tagsüber gern unter abgestorbenen Bäumen, Baumwurzeln oder flachen Steinen auf.
Derzeit sind sie allerdings stark gefährdet, weil sie von einem Hautpilz befallen werden, der sie innerhalb von wenigen Tagen sterben lässt. Die Salamanderpest, oder Batrachochytrium salamandrivorans (Bsal), wie der wissenschaftliche Name des Hautpilzes lautet, wurde vermutlich durch Tierhandel aus Südostasien eingeschleppt. Der Pilz hat sich bereits in Belgien, den Niederlanden, in der Eifel und im Ruhrgebiet ausgebreitet und dort ein Massensterben beim Feuersalamander ausgelöst.  Anfang des Jahres wurden in der Nähe der Müngstener Brücke und an der Kohlfurth ebenfalls Tiere gefunden, bei denen die tödliche Erkrankung nachgewiesen wurde.
Naturschutzbehörden und Biologische Stationen bitten nun darum, keine Feuersalamander anzufassen. Waldnutzer sollen auf den befestigten Wegen bleiben. Bäche, Uferbereiche, Teiche, Tümpel und wassergefüllte Wagenspuren im Wald sollen nicht betreten werden. Um eine Verbreitung der Sporen des Pilzes zu verhindern, ist die Reinigung der Wanderschuhe wichtig.

15 03 2021 Flyernur8
Foto: Steinberg

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