Radevormwalder Blasmusiker gaben vor dem Reichstag den Ton an
9.10.2001: Bestes deutsches Feuerwehr-Orchester gab in Berlin Ständchen für Bundestagspräsident Thierse
Beste Werbung für die Bergstadt machte der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Radevormwald in Berlin: Deutschlands bestes Feuerwehr-Blasorchester präsentierte bei mehreren Auftritten vor dem Reichstag, vor dem Roten Rathaus und dem Schöneberger Rathaus sowie vor dem Presse- und Informationsamt der Bundesregierung (BPA) ihr Können. Das BPA hatte die 50 Musiker unter Leitung von Thomas Klöckner auf Empfehlung des oberbergischen SPD-Bundestagsabgeordneten Friedhelm Julius Beucher in die Bundeshauptstadt eingeladen - verdienter Lohn für den großen Erfolg beim Bundeswettbewerb der Feuerwehrorchester in Augsburg vor einigen Monaten. Begleitet wurde die Gruppe vom Stadtbrandmeister der Bergstadt, Wilfried Fischer, und dem Wipperfürther SPD-Politiker Dr. Oliver Klöck.  |
Auch Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und Berlins Bürgermeister Klaus Böger (beide SPD) waren von der musikalischen Qualität des Ensembles beeindruckt. Thierse war persönlich zum Ständchen am Westportal des Reichstagsgebäudes erschienen - nicht zuletzt, um dem verdienten Feuerwehrmusiker Franz Mostert zum 65. Geburtstag zu gratulieren. Der zweithöchste Mann im Staate überreichte dem früheren Hückeswagener Kulturamtsleiter und Buchautor Mostert ein Buch über den deutschen Parlamentarismus mit persönlicher Widmung.Franz Mostert sorgt in dem vorzüglichen Orchester seiner Heimatstadt Radevormwald seit Jahrzehnten mit für den guten Ton. Thierse und Böger dankten den Feuerwehrmusikern für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Ohne die Bereitschaft, freiwillig für andere da zu sein - gerade in der Feuerwehr und der Kultur - wäre unsere Gesellschaft ärmer und kälter, betonte der Bundestagspräsident. Im Reichstagsgebäude trafen die Radevormwalder zudem Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, die ihnen ebenfalls zu ihrem großen musikalischen Erfolg gratulierte.Die Musiker besichtigten neben der Reichstagskuppel, dem Plenarsaal und dem Roten Rathaus unter anderem die Ausstellung „Topographie des Terrors“ in der einstigen Gestapo-Zentrale, machten eine Kreuzfahrt über die Spree und wurden persönlich im Bundesinnenministerium und beim BPA empfangen. Beeindruckt waren sie davon, wie intensiv sich „ihr“ Abgeordneter Beucher um die Besucher aus seiner bergischen Heimat kümmerte. Er informierte sie über seine Arbeit als Vorsitzender des Sportausschusses und als Mitglied des Untersuchungsausschusses zum „Spendenskandal“. Natürlich schnupperten die Rader auch ausgiebig Berliner Großstadtluft - nicht nur auf dem „Alex“, wo sie im renommierten „Forum-Hotel“ untergebracht waren, sondern auch in den urigen Kneipen des Nikolaiviertels, am Hackeschen Markt oder auf dem supermodernen Potsdamer Platz. Wehrführer Fischer bedankte sich nach den vier informativen Tagen in der Bundeshauptstadt bei Beucher für die gute Betreuung. „Wir haben einen ausgezeichneten Einblick in die Arbeit eines Bundestagsabgeordneten und der Bundesregierung bekommen“, unterstrich der Stadtbrandmeister. Dass er damit im Namen aller Reiseteilnehmer sprach, bewies der einhellige Applaus seiner Wehrkameraden.
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