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Interview mit 2 Augenzeugen (Aktualisierung vom 27.8.2009)

2 Augenzeugen der PRO-NRW-Kundgebung am 23.8.2009 waren ganz nah am Geschehen dabei und standen Rede und Anwort zu den Vorkommnissen.

Redaktion: Sie waren ganz nah dran am Geschehen, wo genau?

Augenzeuge: Im kleinen Saal neben der Bücherei, also genau zwischen der PRO NRW-Kundgebung und den Gegendemonstranten. Durch das große Fenster gegenüber der Raiffeisenbank schwebten wir sozusagen über dem Ganzen. Aus ca. 3 m Höhe konnten wir links in ca 25 Meter Entfernung die PRO-NRW-Leute sehen und fast genau unter uns in ca. 5 Meter Entfernung die Absperrung und die Gegendemonstranten. Dazwischen standen dann teilweise bis zu 10 Polizisten.

Redaktion: PRO NRW behauptet, die Polizei habe die Situation nicht im Griff gehabt?

Augenzeuge: Ich kann nur für die Zeit der Veranstaltung auf dem Schloßmacherplatz sprechen und für den Ort an dem wir zwischen 16 Uhr und 18 Uhr standen, in der Zeit hatte die Polizei das ganze wirklich sehr gut im Griff. Auf Seiten von PRO-NRW waren von uns aus ca. 30 Teilnehmer sichtbar, die Gegendemonstranten wurden von 4-5 dieser Teilnehmer immer wieder massiv mit Worten und obszönen Gesten provoziert. Für mich machten die provozierenden PRO-NRW-Leute den Eindruck, als wären Sie darauf aus, dass die Gegenseite gewalttätig würde. Und die Provokationen liefen immer hinter dem Rücken der Polizeibeamten ab. Gesehen haben wir auf Seiten der zeitweise mehr als 250 Gegendemonstranten einige wenige junge Männer in der vordersten Reihe, die dumm genug waren sich provozieren zu lassen und sich zeitweise mit Verbalattacken und Eierwürfen hervortaten. Die hatte die Polizei aber sehr gut im Blick und wirkte auch immer wieder deeskalierend auf diese Leute ein.

Redaktion: PRO NRW behauptet ja nun, es seien mindestens 70 Teilnehmer auf ihrer Seite gewesen, und es wären weitaus mehr gewesen, wenn die Polizei nicht den Zugang zum Schloßmacherplatz gesperrt hätte.

Augenzeuge: Das kann ich so nicht bestätigen, zum einen haben wir nie mehr als 30 PRO-NRW-Demonstranten gesehen, zum anderen wurden an der Absperrung in der Passage zwischen Bank und Bürgerhaus laufend Menschen sowohl hinein, als auch hinaus gelassen, obwohl dort sicher am meisten los war. Im Gegenteil, wir haben mehrfach gesehen, dass dort den erkennbar linken Demonstranten der Zugang verweigert wurde. Und zum Schloßmacherplatz gibt es noch 5 andere Zugangsmöglicheiten. Es würde mich schon sehr wundern, wenn man ausgerechnet dort, wo sich ja wesentlich weniger zugetragen hat, niemanden hindurchgelassen hätte.

Redaktion: PRO NRW spricht von bürgerkriegsähnlichen Zuständen?

Augenzeuge: Für die Zeit von 16 Uhr bis 18 Uhr an meinem Standort trifft das sicher in keiner Weise zu.

Augenzeugin: Die meinen da wohl eher die Zeit nach der Veranstaltung am Busbahnhof so gegen 19 Uhr. Bei der Abfahrt der Rechten kam es zu Tumulten. Es war sicher keine gute Entscheidung von der Polizei, die Busse durch die Reihen der Gegendemonstranten fahren zu lassen, vor allem nicht in Richtung REWE anstatt sofort auf die Umgehungsstraße. Die PRO-NRW- Busse sind da regelrecht durch die Menge davongerast, einige Demonstranten konnten sich nur durch Sprünge retten. Man kann von Glück sagen, daß es dort keine Toten und Verletzten gegeben hat. Dabei flogen dann auch Steine und Flaschen auf die abfahrenden Busse.

Redaktion: In einem rechtsradikalen Forum äussert sich anscheinend einer der Teilnehmer genau zu diesem Thema: "Ob was Linkes vor uns war störte uns nicht, Rechts war das Gaspedal und das wurde durchgetreten."

Augenzeugin: Genau das war auch mein Eindruck!

Redaktion: Vielen Dank für das Gespräch.


27.8.2009 - Hinweis der Redaktion: 
Uns erreichte heute eine Email, in der die Berichterstattung als "Lügen" bezeichnet wird. "Einfach eine Schande für alle die sich mit so etwas solidarisieren, pfui teufel", schreibt der Leser, vergisst dabei allerdings völlig zu erwähnen, daß er selbst als Stadtratskandidat für PRO NRW in einer Stadt nahe Leverkusen nominiert ist. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

27.8.2009: Ergänzende Informationen: In einem rechtsradikalen Forum äussert sich ein Teilnehmer menschenverachtend: "Mit hoher Geschwindigkeit brausten wir davon. Ein Linker oder Türke lief mir in den Weg und wollte (völlig lebensmüde) nach dem Bus treten. Ich erwischte ihn zwangsläufig und ich konnte im Rückspiegel noch seine Pirouette sehen bis er ein Purzelbaum rückwärts machte. Dies sah sehr amüsant aus."  


Weitere Informationen:

Krawall am Busbahnhof (RP Zeitungsbericht)

Hintergrundinfos und weitere Berichterstattungen zum Thema PRO NRW:

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