Hand in Hand gegen Krankenhauskeime
Aktionstag zum Thema Händedesinfektion am Johanniter-Krankenhaus: Das Desinfizieren der Hände gehört zu den standardisierten Abläufen in einer Klinik und wird auch im Johanniter-Krankenhaus täglich mehrere hundert Mal ausgeführt.
Etwa 500.000 Fälle von Krankenhausinfektionen gibt es jährlich in Deutschland. Zu viele, darüber sind sich Experten einig. Denn ein Drittel bis die Hälfte dieser Infektionen könnte verhindert werden, wenn Händedesinfektionen in den Kliniken häufiger und sorgfältiger durchgeführt würden. Deshalb möchte das Johanniter-Krankenhaus Radevormwald diesem Thema einen noch höheren Stellenwert geben und veranstaltete heute einen Aktionstag „Saubere Hände“.
Das Desinfizieren der Hände gehört zu den standardisierten Abläufen in einer Klinik und wird auch im Johanniter-Krankenhaus täglich mehrere hundert Mal ausgeführt. „Obwohl wir im Bereich der Hygiene die gesetzlichen Vorgaben bereits heute sehr gut erfüllen, gibt es auch bei uns noch Verbesserungspotential“, erklärt Daniela Sappok, Pflegedienstleiterin am Johanniter-Krankenhaus. Denn beim Kampf gegen Krankenhauskeime zählt nicht nur die Quantität der Desinfektionen, die vor und nach jedem Patientenkontakt durchgeführt werden sollten, sondern auch die Qualität. „Hände zu desinfizieren ist gar nicht so einfach, wie man als Laie denken könnte“, erläutert Daniela Sappok.
Deswegen konnten sich interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Johanniter-Krankenhauses heute nicht nur theoretisch zu diesem Thema informieren, sondern direkt den Praxistest machen. Nachdem die Teilnehmer das Desinfektionsmittel gründlich auf ihren Händen verteilt hatten, folgte der Schwarzlichttest. Eine UV-Lampe in einer schwarzen Box brachte Stellen zum Vorschein, an die das Mittel nicht gelangt war. Daniela Sappok: „Die Fingernägel, die Seiten der Hände und die Knöchel werden oft vergessen. So kann es passieren, dass über die Hände der Krankenschwestern, Pfleger oder Ärzte Keime von Patient zu Patient durchs ganze Krankenhaus wandern.“
Wie man es besser macht, wurde den Teilnehmern natürlich auch mit auf den Weg gegeben und nach einiger Übung hatten es alle auch drauf. Und auch Krankenhausleiter Dr. Reinhold Hikl stand den Teilnehmer mit Rat und Tat zu Seite: „In der Ruhe liegt die Kraft – dieses Sprichwort gilt auch beim Händedesinfizieren. Deswegen mein Tipp: Auch im hektischen Alltag auf den Stationen oder im OP stets auf gründliche Händedesinfektion zu achten, um unnötige Infektionen zu vermeiden“, mahnte er.
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