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1938 eingeweiht: die neue Bever-Talsperre

Im Frühjahr 1935 konnten die Bauarbeiten beginnen. Insgesamt wurden für das Bauwerk 33.000 Kubikmeter Beton und eine Million Kubikmeter Lehm, Boden und Kies benötigt.

Fortschritt im Hochwasserschutz und größerer Wasservorrat in Trockenzeiten

Am 14. Juni 1938 wurde in Hückeswagen die „neue“ Bever-Talsperre eingeweiht. Im schon damals mit zehn Talsperren und Stauanlagen „talsperrenreichen“ Bergischen Land war sie bis zum Bau der Wupper-Talsperre und der Großen Dhünn-Talsperre das größte Staubecken im Wuppergebiet. Die Wupper-Thalsperrengenossenschaft, Vorgängerin des Wupperverbandes, hatte bereits von 1896 bis 1898 eine Talsperre an der Bever errichtet. Die Staumauer dieser alten Bever-Talsperre lag in Wefelsen. 


Die alte Talsperre war mit einem Stauinhalt von 3,3 Mio. Kubikmetern so groß wie die Brucher-Talsperre in Marienheide. Bei einem großen Hochwasser im Jahr 1909 zeigte sich, dass die im Wuppergebiet vorhandenen Talsperren nicht ausreichten, um die Wassermengen aufzunehmen. Es entstand die Idee, die alte Bever-Talsperre zu erweitern und so eine neue große Sperre für den Hochwasserschutz zu errichten. Nach dem Silvesterhochwasser des Jahres 1925 griff die Thalsperrengenossenschaft die Vergrößerung der Bever-Talsperre erneut auf. 1930 wurde der Wupperverband gegründet. Er übernahm die Talsperren der Genossenschaft und führte auch die Planungen für die neue Bever-Talsperre weiter. Diese wurde nicht als Gewichtsstaumauer sondern als Erddamm mit Stahlinnendichtung konzipiert. 

Im Frühjahr 1935 konnten die Bauarbeiten beginnen. Insgesamt wurden für das Bauwerk 33.000 Kubikmeter Beton und eine Million Kubikmeter Lehm, Boden und Kies benötigt. Im April 1938 war die Schüttung des Beverdamms abgeschlossen, im Juni wurde die Talsperre offiziell in Betrieb genommen. Mit einem Stauinhalt von 23,7 Mio. Kubikmetern ist sie rund siebenmal größer als ihre Vorgängerin. Damit die neue Bever-Talsperre gebaut werden konnte, mussten 13 Familien ihre Häuser verlassen, z. B. in den ehemaligen Ortslagen Rasselstein oder Gillesbever. Mehr Speicherkapazität für Hochwasserschutz und Wasserabgabe in Trockenzeiten Durch den Bau der neuen Bever-Talsperre stand nicht nur mehr Speicherkapazität für Hochwasserabflüsse zur Verfügung, genau so wichtig war und ist noch heute ihre Funktion als Wasserspeicher. 

In Trockenzeiten wird aus der Talsperre Wasser an die Bever und somit an die Wupper abgegeben. Bereits 1941 zog der Wupperverband in seinem damaligen Jahresbericht eine positive Bilanz: die Bever-Talsperre hat „ (…) unserer Wasserwirtschaft schon in der kurzen Zeit große Dienste geleistet (…). Manches gefährliche Hochwasser ist auf ein unschädliches Maß verringert worden, und vor allem haben wir jetzt im Sommer für unseren Fluss mehr Wasser.“ Beverblock und Talsperrensystem an der oberen Wupper Die Bever-Talsperre ist durch ein Stollensystem mit der benachbarten Neye-Talsperre (Eigentum der Energie und Wasser für Remscheid GmbH), der Schevelinger Talsperre und mit dem Mühlenteich Wasserfuhr verbunden. Zusammen bilden sie den „Beverblock“. Durch diesen Verbund steht Wasser aus einem größeren Einzugsgebiet zur Verfügung. So können Wassermengen aus dem Schevelinger-, Hönnige- und Neye-Gebiet, die sonst ungenutzt blieben, der Bever-Talsperre zugeführt werden. 

Gerade die Verbindung dieser benachbarten Einzugsgebiete ist effektiver, als es die einzelnen Talsperren für sich genommen wären. Die Bever-Talsperre erfüllt als Brauchwassertalsperre nach wie vor die Aufgaben des Hochwasserschutzes und der Niedrigwasser-aufhöhung. Sie ist ein zentraler Baustein im Talsperrensystem an der oberen Wupper. Im Winter wird in der Talsperre ein Hochwasserschutzvolumen von 5 Mio. Kubikmetern als Puffer für Niederschläge freigehalten. Insgesamt steht in den Brauchwassertalsperren des Wupperverbandes an der oberen Wupper ein Hochwasserschutzvolumen von 16,4 Mio. Kubikmetern zur Verfügung. In Trockenzeiten wird durch die Wasserabgabe aus den Brauchwassertalsperren in der Wupper eine Mindestwassermenge von 3,5 Kubikmetern pro Sekunde (Pegel Kluserbrücke in Wuppertal) gewährleistet. Durch diese Mindestwassermenge wird sichergestellt, dass die Wupper nicht austrocknet und sich das gereinigte Abwasser aus den Klärwerken mit ausreichend Wupperwasser mischen kann - zum Wohle der Fische, Wasserpflanzen und Kleinlebewesen. 

Freizeit und Regionalentwicklung Auch als Ausflugsziel ist die Talsperre von großer Bedeutung. An schönen Sommerwochenenden tummeln sich mehrere tausend Besucher am Ufer der Talsperre, die verschiedene Freizeitmöglichkeiten bietet, z. B. Segeln, Wandern, Angeln, Tauchen. Neben der Wupper-Talsperre, der Neye-Talsperre, der Lingese-Talsperre und der Brucher-Talsperre gehört auch die Bever-Talsperre zum Projekt „Wasserquintett“ der Regionale 2010. Technik und Bauwerk auf dem neusten Stand Während der 70-jährigen Betriebszeit wurde das Bauwerk kontinuierlich an den jeweiligen Stand der Technik angepasst. In den 1990er Jahren wurde beispielsweise die Hochwasserentlastung saniert. Im Jahr 2000 hat der Wupperverband das Dichtsystem im Inneren der Talsperre erhöht. Die Hauptdichtung, die aus einer gewellten Stahlblechwand und davor liegendem Dichtungslehm besteht, wurde auf der gesamten Länge des Damms von 520 m durch eine Kunststoffdichtungsbahn verlängert. 

Seit Dezember 2005 verfügt die Bever-Talsperre über eine Wasserkraftanlage. Mit den 2 Turbinen werden im Jahr ca. 2 Mio. Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Stromnetz eingespeist. Das entspricht in etwa dem Stromverbrauch von 430 Vier-Personen-Haushalten.




Daten zur Bever-Talsperre

Staudamm:
Kronenlänge 520 m
Kronenbreite 7,50 m
Sohlenbreite 162 m
Höhe über Gründungssohle 41,50 m
Stauraum:
Stauinhalt 23,7 Mio. m³
Staufläche 200 ha
Stauhöhe 31,50 m
Stauziel 295,53 m ü NN



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