Jahresbilanz: Zahl der Begleitungen steigt
Das ambulante ökumenische Hospiz Radevormwald hat im Rahmen der Jahreshauptversammlung Anfang März seine Jahresbilanz 2009 vorgestellt.
Insgesamt begleiteten die Hospizmitarbeiter im zurückliegenden Jahr 70 Menschen auf ihrem letzten Weg, 2008 waren es noch 58 Menschen.
„Bereits 2008 waren die Anforderungen an unsere Gruppe sehr hoch und nur mit großem Einsatz zu bewältigen. Dieser Einsatz wurde in 2009 noch stärker gefragt, so dass die Pausen zwischen einzelnen Einsätzen für einzelne oft nur sehr kurz waren“, blickt Koordinatorin Marina Weidner zurück. Besonders hoch war dabei die Anzahl der Begleitungen in den Pflegeheimen, vor allem im Johanniter-Altenheim und im Haus BonneVie mit jeweils 14 Personen. „Bemerkenswert ist, dass wir in vielen Fällen frühzeitig gerufen werden und nicht immer erst für die letzten Tage und Stunden“, so Marina Weidner. Das sei auch ein Hinweis auf eine zunehmende Sensibilität der Mitarbeiter in den Einrichtungen im Umgang mit schwerkranken und sterbenden Menschen.
Neben den Begleitungen waren Beratungsgespräche 2009 ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt der Hospizmitarbeiter. Dabei ging es vorrangig um Fragen zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung, da das Hospiz für diesen Themenkomplex inzwischen als wichtiger Ansprechpartner gilt. „Durch das im September 2009 in Kraft getretene Patientenverfügungsgesetz war der Informationsbedarf besonders hoch, gab es doch auch Verunsicherungen und viele offene Fragen“, berichtet die Koordinatorin des Rader Hospizes. Zudem organisierte das Hospiz im vergangenen Jahr einmal monatlich das Café für Trauernde. Aufgrund vieler Anfragen bot das Hospiz darüber hinaus 2009 zehn Informationsveranstaltungen und Seminare zur Hospizarbeit und zu den Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht an.
Insgesamt engagierten sich im vergangenen Jahr 27 aktive Mitglieder im Rader Hospiz, von denen 24 schwerkranke, sterbende und trauernde Menschen aktiv begleiteten. „Wir können auf ein gutes und erfolgreiches Jahr mit einer enorm hohen Anzahl an Begleitungen zurückblicken“, resümiert Marina Weidner. „Ich wünsche mir allerdings, dass unsere Gruppe in den nächsten Jahren Verstärkung erhält und die anfallende Arbeit auf mehr Schultern verteilt werden kann.“
Weitere Informationen:
Ökumenisches Hospiz Radevormwald
Marina Weidner (Koordinatorin)
Siepenstraße 37
42477 Radevormwald
Telefon/ Fax: 0 21 95/68 49 36
E-Mail: hospiz-rade@freenet.de
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