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Radevormwald für Ausbruch der Schweinegrippe gerüstet

Das Johanniter-Krankenhaus Radevormwald ist auf einen möglichen Ausbruch der Schweinegrippe im Oberbergischen Kreis gut vorbereitet. Allerdings warnt der Ärztliche Direktor des Hauses in diesem Zusammenhang auch vor Panikmache:

 „Gegen die Schweinegrippe gibt es wirksame Medikamente, die das Johanniter-Krankenhaus Radevormwald in Zusammenarbeit mit der Bergischen Apotheke bevorratet“, unterstreicht Dr. Reinhold Hikl. Im Übrigen sei ausreichende Hygiene ein wirksames Mittel der Vorbeugung.

Das richtige „Rezept“, um sich vor der Schweinegrippe zu schützen, ist das gleiche, das auch bei anderen Infektionskrankheiten gilt:  Gründliches Händewaschen mehrmals täglich, um zu verhindern, dass sich die Erreger von den Händen auf die Schleimhäute von Augen, Nase und Mund übertragen. Deshalb sollte man auch die Hände vom Gesicht fernhalten und „hygienisch husten und niesen“. Im Klartext heißt das, sich während Nies- oder Hustenattacken möglichst von anderen Menschen fern zuhalten und am besten nicht nur die Hand, sondern ein Taschentuch vor den Mund zu halten. „Wer das beachtet, treibt für sich und seine Mitmenschen Vorsorge gegen die Verbreitung von Grippeviren jeglicher Art“, so Dr. Hikl. Für den unwahrscheinlichen Fall, dass sich die Schweinegrippe im Oberbergischen Kreis ausbreitet, gebe es zudem hochwirksame Medikamente und die betroffenen Patienten würden umgehend isoliert. „Die vorsorgliche Einnahme der betreffenden Medikamente ist dagegen unwirksam“, erklärt Dr. Hikl. Einen Impfstoff zur Vorbeugung gegen den neuen Grippevirus A/H1N1 gibt es nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts bislang noch nicht. Ein solcher Impfstoff werde derzeit entwickelt, voraussichtlich aber erst in einigen Monaten verfügbar sein.

Über die Gefährlichkeit des Virus gehen die Meinungen derzeit noch auseinander. Das liegt auch daran, dass der Verlauf der Erkrankung bei betroffenen Patienten bisher sehr unterschiedlich war. Einig sind sich jedoch alle Experten, dass der hohe Hygienestand und die gute medizinische Versorgung in Deutschland einen schweren Verlauf der Krankheit und eine massenhafte Ausbreitung eher unwahrscheinlich machen.

 

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