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Ich höre was, was Du nicht hörst: Tinnitus

Gute Behandlungsmöglichkeiten mit Traditioneller Chinesischer Medizin im Rader Krankenhaus

Pfeifen, Piepsen, Zischen oder Hämmern im Ohr- das sind einige der Symptome, unter denen ein Tinnitus-Geplagter leiden muss. Tinnitus ist der medizinische Fachausdruck für Ohrgeräusche oder Ohrensausen. Rund sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden unter dieser permanenten „Lärmbelästigung“ im Ohr, die nur von dem Patienten selbst gehört wird. Die Therapie nach Traditioneller Chinesischer Medizin zeigt bei verschiedenen Formen von Ohrgeräuschen oft eine erstaunlich gute Wirksamkeit. Gerade wenn frühere medikamentöse Therapieversuche und Infusionen keine Besserung erbrachten, ist die Akupunktur indiziert.

Wie wichtig unser empfindlichstes Sinnesorgan Ohr ist, bemerken wir erst, wenn es nicht mehr 100prozentig funktioniert. Es ist ständig auf Empfang geschaltet und muss mit immer stärkeren Umweltgeräuschen zurechtkommen. Ursachen eines Tinnitus können- neben dem Hörsturz- Lärmschäden oder andere organische Erkrankungen sowie Probleme mit der Halswirbelsäule oder im Zahn-Kiefer-Bereich sein. Aber auch Stress, emotionale Belastungen wie Ärger, Zorn oder Trauer können zu einem Tinnitus führen. Glücklicherweise kennen die meisten der Patienten dieses Phänomen nur vorübergehend, doch erstrecken sich die Beschwerden über einen längeren Zeitraum, muss unbedingt gehandelt werden. „Ohrgeräusche können bei allen Menschen spontan und für kurze Zeit auftreten“, weiß Christian Kuhlmann, Chefarzt der Abteilung für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Johanniter-Krankenhaus Radevormwald. „Beim erstmaligen Auftreten von Ohrgeräuschen reicht häufig richtiges Ausschlafen, um zur Ruhe zu kommen“, empfiehlt der TCM-Experte. „Sind die Geräusche am nächsten Tag aber immer noch vorhanden, besteht der Verdacht auf einen akuten Tinnitus. Dann sollte unbedingt ein HNO-Arzt aufgesucht werden“, fügt er hinzu.

Die Tinnitusbehandlung mit TCM

Der Tinnitus ist mit TCM gut behandelbar. Je kürzer ein Tinnitus dauert und je jünger der Betroffene ist, umso größer sind die Heilungschancen. Aus Sicht der TCM liegen bei Tinnitus eine Füllestörung der Leber in Form eines „Aufsteigenden Leber Yang oder Leber-Feuers vor und oft auch eine zugrunde liegende Schwächestörung des Nierensystems, häufig auch des Nieren-Yin. „Das heißt, dass ein Element zu schwach ist und das Ohr nicht mehr richtig unterstützen kann, oder ein anderes zu stark geworden ist und das Ohr sozusagen überflutet“, erörtert Chefarzt Kuhlmann. Neben der Festlegung der Störung muss auch der betroffene Funktionskreis bzw. das Organ nach der Lehre der TCM bestimmt werden. Auf diese Weise werden Akupunkturpunkte festgelegt, die optimal zum jeweiligen individuell auftretenden Tinnitus-Typ passen. Die Akupunkturpunkte werden dabei mit ganz feinen Nadeln stimuliert. „In der Regel erzielen wir nach 15-20 Behandlungen eine deutliche Reduzierung der Beschwerden“, berichtet der TCM-Experte. Aber auch eine Harmonisierung des ganzen Energiesystems des Patienten wird durch die individuelle Therapie frühzeitig erreicht. Neben der Akupunkturbehandlung empfiehlt Christian Kuhlmann seinen an Tinnitus erkrankten Patienten viel Ruhe, ausreichenden Schlaf und eine ausgewogene Ernährung nach den fünf Elementen. Dies habe nicht nur therapeutischen Wert, sondern vermindere auch das Risiko, an Tinnitus zu erkranken. Kommt Stress als Auslöser in Frage, sollten Entspannungsübungen wie Qi Gong (Bewegungs- und Atemübungen) eingesetzt werden.


Betroffene können weitere Informationen in der TCM-Abteilung des Johanniter-Krankenhauses unter der Rufnummer 02195/600 230 erfragen.

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