Opfer von TelefonbetrügerSeniorin händigt fünfstellige Summe am 7.1.26 an Betrüger aus
Eine 77-Jährige aus Radevormwald ist am Mittwoch (7.
Januar 26) Opfer von Telefonbetrügern geworden. Als die Seniorin gegen 12:30 Uhr
ein Gespräch auf ihrem Festnetztelefon entgegennahm, erklang eine sehr
aufgeregte und bitterlich weinende Stimme am anderen Ende, die sie mit "Mama"
ansprach. Dann wurde das Gespräch übernommen und eine Frau sprach mit ruhiger,
sachlicher Stimme und stellte sich als Polizeibeamtin vor. Die falsche Beamtin
berichtete der 77-Jährigen von einem schweren Unfall, den ihre Tochter
verursacht habe. Die Tochter werde nun dem Haftrichter vorgeführt und müsse eine
Kaution aufbringen. In Angst und Schrecken um ihre Tochter versetzt, willigte
die Seniorin ein, die Kaution zu zahlen.
Nach Aufforderung teilte die 77-Jährige der angeblichen Polizeibeamtin ihre
Mobilfunknummer mit und wurde kurz darauf von einem Mann angerufen, welcher sich
als Oberstaatsanwalt ausgab. Die 77-Jährige machte sich auf den Weg zu ihrer
Hausbank und hob einen niedrigen fünfstelligen Geldbetrag ab. Durch den Betrüger
wurde das Telefonat durchgängig aufrechterhalten. Nach dem Abheben des Geldes
wurde als Übergabetreffpunkt der Rathausparkplatz in Radevormwald vereinbart.
Durch den Betrüger am Telefon wurde die Seniorin angewiesen, dort mit
eingeschalteter Warnblinklichtanlage für die Kautionsübergabe auf einen
Mitarbeiter des Amtsgerichts zu warten. Gegen 13:15 Uhr kam dann ein Mann auf das Auto der 77-Jährigen zu. Der
Unbekannte gab sich als Angestellter des Amtsgerichts aus und die 77-Jährige
händigte ihm eine Tüte mit dem Bargeld aus. Daraufhin ging der Mann in
unbekannte Richtung davon. Von dem Betrüger am Telefon erhielt die Seniorin noch
eine fiktive Aktennummer und den Hinweis, das Mobiltelefon für Rückfragen der
Polizei eingeschaltet zu lassen. Dann wurde das Telefonat beendet. Als sich die
77-Jährige auf dem Heimweg befand, dämmerte es ihr, dass sie möglicherweise
Betrügern zum Opfer gefallen sein könnte, und wählte den Notruf. Der Mann, auf den die Seniorin am Rathausparkplatz getroffen ist, wird als ca.
30 Jahre alt, etwa 1,80 m groß, mit schlanker Statur und europäischem
Erscheinungsbild beschrieben. Bekleidet war der Unbekannte mit einer Jogginghose
und einem grauen Kapuzenpullover. Die Kapuze hatte er aufgesetzt. Der Betrüger
hatte helle Augen, keinen Bart und keine Brille.
Zeugen, die am vergangenen Mittwoch gegen 13:15 Uhr im Bereich des Parkplatzes
"P3 Rathausparkplatz" in der Hohenfuhrstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge
bemerkt haben, werden gebeten, sich mit dem Kriminalkommissariat 3 unter der
Telefonnummer 02261 81990 in Verbindung zu setzen.
Zuletzt aktualisiert am: 08.01.2026. 75 11.01.2026).
|