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Die Kinder lieben ihn

Biologin Stefanie Barzen von der Natur-Schule Grund in Remscheid stellt eine Pflanze vor, die sehr wandelbar daherkommt und nicht bei jedem Menschen beliebt ist.

Er trägt seinen Namen zu Recht; sein leuchtend gelber Blütenkopf ähnelt der Mähne eines Löwen, seine Laubblätter den Raubtierzähnen.
Die Blütenköpfe schließen sich nachts, bei Trockenheit, bei Regen und wenn die Pflanze verblüht ist, um sich dann als „Pusteblume“ wieder zu öffnen.

Jeder Blütenkopf setzt sich aus einer Vielzahl von Zungenblüten zusammen, was man bei der „Pusteblume“ erkennt. Jedes der Fallschirmchen, das der Wind davon trägt, ist eine ehemalige Zungenblüte.
Die Laubblätter der Pflanze wachsen in Form einer Rosette. Sie zeigen in einem Rasen ihre Fähigkeit, Graspflanzen zu überwachsen. Der Löwenzahn hält sich mit seiner bis über 1m langen, fleischigen Pfahlwurzel in der Erde fest, was das Ausrupfen sehr erschwert.

Geröstete Wurzeln können als Kaffeeersatz verwendet werden. Die jungen, frischen Blätter schmecken etwa bis Mai lecker im Salat, als Spinat oder in Suppen. Ihr bitteres Aroma kann durch Einlegen der klein geschnittenen Blätter in Salzwasser gemildert werden.

Der Milchsaft der Blätter diente im 2. Weltkrieg als Kautschuk-Ersatz. Auch heutzutage gibt es Versuche in diesem Bereich, um Natur- und synthetischen Kautschuk durch Löwenzahnkautschuk zu ersetzen.

Aus Blütenköpfen, Wasser, Zucker und Zitronensaft lässt sich Sirup herstellen. Löwenzahn wirkt durch seinen hohen Kaliumgehalt harntreibend, was sich in sehr anschaulichen volkstümlichen Namen wie „Bettseecher“ oder „pissenlit“ (frz: „lit“ = „Bett“) zeigt.

Die zur Hauptblütezeit des nährstoffliebenden Löwenzahns so schön anzusehenden gelben Wiesen sind für die Natur leider nicht so gut, sondern ein Hinweis auf ein Übermaß an Dung aus der Nutztierhaltung, wodurch das Wachstum anderer Wildkräuter unmöglich wird.

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