Leserbrief: Bagatellisierung wieder im Trend

Eine Pensionierung eines Polizeibeamten wird zum Anlass genommen, den Eindruck zu erwecken, die Polizeipräsenz in Radevormwald würde verstärkt! Schade, dass mit ernsten Themen so umgegangen wird.

> Die völlig negativ verlaufende Bekämpfung der Kriminalität in Radevormwald wird wieder einmal schön geredet. Eine neue Bezirksbeamtin der Polizei wird so vorgestellt, als hätte es eine personelle Verstärkung dem Anschein nach am richtigen Platz gegeben. So die gefühlte Absicht. Doch es ist anders. Ein aus Altersgründen ausscheidender Polizeibeamter wird durch eine Beamtin ersetzt. Die seit Jahrzehnten durch Personalabbau bei der Landes- sowie Bundespolizei gefährdete innere Sicherheit bleibt weiterhin geschwächt. Das die Ordnungshüter die Kontrolle über Sicherheit und Ordnung verloren haben, das lässt sich schon im Januar diesen Jahres an Hand der veröffentlichten Pressemeldungen in den örtlichen Lokalausgaben beider Tageszeitungen belegen. Schon wieder wurde viermal eingebrochen und einmal erbeutete eine Trickdiebin einer 80jährigen Frau die Geldbörse samt Inhalt.

> Weniger Polizei bedeutet weniger Sicherheit. Landrat Jochen Hagt (CDU) ist seit Jahren mitverantwortlich für den andauernden Verlust von Sicherheit und Ordnung im Oberbergischen Kreis. Angeblich ist Radevormwald ein gut geschützter sowie einer der sichersten Orte im Kreis Oberberg. Doch die Bürger dieser Stadt erleben die Polizei nicht mehr als bürgernah. So kann das nicht bleiben. Kriminalität bekämpft man mit mehr Polizeipräsenz auf der Straße. Da stellt sich die Frage, ob die CDU oder die SPD, die seit mehreren Jahrzehnten den Innenminister des Landes NRW gestellt haben, für diese Aufgaben geeignet waren oder sind. Da fühlen sie sich doch eher von dem parteilosen Bürgermeister Mans vertreten, der mehr Polizeipräsenz in Radevormwald auch beim NRW-Innenminister schriftlich angemahnt hat.


Manfred Heymann

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