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Chirurg aus Panama zu Gast im Krankenhaus Radevormwald

Die TEP-OP-Technik bei Leistenhernien wird von der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimal Invasive Chirurgie im Sana Krankenhaus Radevormwald verstärkt angeboten. Um die Technik kennenzulernen, besuchte mit Dr. James Lindsay der Chefarzt einer chirurgischen Klinik in Panama das Krankenhaus an der Siepenstraße.

Fast jeder zweite Mann erleidet im Laufe des Lebens einen Leistenbruch. Beim Leistenbruch, auch Leistenhernie genannt, bildet sich eine Bruchlücke im Bereich der Leistenregion. Ein Leistenbruch heilt niemals von alleine, die Bruchlücke wird größer und macht zunehmend Beschwerden. Die einzige mögliche Therapie ist die Operation. Unbehandlung besteht die Gefahr der Einklemmung von Eingeweiden in der Bruchlücke – unter Umständen ein lebensbedrohlicher Zustand. 


„Eine Operation ist daher unerlässlich“, sagt Dr. Ulrich Schymatzek, leitender Oberarzt der Abteilung für Allgemein-, Viszeralund Minimal Invasive Chirurgie im Sana Krankenhaus Radevormwald. Leistenhernien werden hier mittels der sogenannten TEP-Technik operiert, einer OPMethode, die zu den minimal-invasiven Schlüssellochtechniken zählt. Das Verfahren ist für die Patienten besonders schonend. „Bei dem Eingriff wird mit Hilfe von Hülsen – sogenannten Trocaren-, die über einen ein Zentimeter breiten Hautschnitt in den Körper eingeführt werden, im Bereich der Bruchpforte ein Kunststoffnetz eingebracht. Die Bauchhöhle bleibt unberührt und geschlossen“, so Schymatzek. 

Besuch aus Panama 

Der leitende Oberarzt weist eine ausgewiesene Expertise in der Behandlung von Leistenbrüchen auf. Nach einer Ärztegruppe aus Irland und Saudi-Arabien im März konnte Schymatzek mit Dr. James Lindsay erneut einen internationalen Gast im Sana Krankenhaus begrüßen. „Operierte sind bereits nach 14 Tagen wieder voll belastungsfähig. Das macht diese Technik für Länder wie Panama so interessant“, sagt Schymatzek, der auch in Panama City bereits einen Workshop und Vorträge gehalten hat. 

Da die Bevölkerung dort bis in das hohe Lebensalter körperlich hart arbeiten muss und die Angst durch einen längeren Krankheitsausfall den Job zu verlieren sehr hoch ist, ist der Bedarf geradezu gigantisch. Trotzdem wird das Verfahren bislang nur von einer großen Klinik in Panama-City angeboten. „Dr. Lindsay möchte das Verfahren in seiner Klinik in Colon etablieren. Bei seinem Besuch konnte er sich die OP-Technik und den schnellen Heilungsprozess live ansehen“, so Schymatzek. 

Zu den Kernkompetenzen der Abteilung für Allgemein-, Viszeral- und Minimal Invasive Chirurgie im Sana Krankenhaus Radevormwald zählt neben dem gesamten Spektrum der Hernienchirurgie auch die operative Behandlung der Schilddrüse, die minimal invasive Chirurgie (Schlüssellochchirurgie) des Bauchraumes, die operative Behandlung bösartiger Erkrankungen von Dick- und Dünndarm sowie proktologische Krankheitsbilder (Enddarmerkrankungen). Wann immer möglich werden diese Operationen minimalinvasiv durchgeführt.

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