Arbeitsmarkt Dezember 2011
Arbeitsmarkt Dezember 2011Presse Info 001/2012 vom 03.01.2012Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach
Noch einmal weniger Arbeitslose bei einer gleichzeitig rückläufigen Kräftenachfrage aus der Zeitarbeit, dem Handel und dem Baugewerbe kennzeichneten den bergischen Arbeitsmarkt im Dezember 2011. Damit endete ein Jahr in dem 17.301 Männer und Frauen eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt aufnehmen konnten und in dessen Verlauf 14.655 offene Arbeitsstellen von den hiesigen Betrieben neu gemeldet wurden. Obwohl der Winter nur ein kurzes Gastspiel gab, bremsten vermehrte Arbeitslosmeldungen aus dem Baugewerbe den Rückgang der Arbeitslosigkeit etwas ab. Dies ist aber nicht ungewöhnlich, da im Winterhalbjahr den Baubetrieben immer wieder weniger Aufträge vorliegen. Auch bei den Zeitarbeitsfirmen reduziert sich die Arbeitskräftenachfrage saisonbedingt und die Zahl der Freisetzungen nimmt zu. „Trotzdem bestätigt auch der Dezember 2011 die Robustheit des hiesigen Arbeitsmarktes gegenüber konjunkturellen Einflüssen“, stellte Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach, in der Jahrespressekonferenz der Agentur fest. „Nachdem in 2010 die Zahl derArbeitslosen im Bergischen bereits um 2.519 oder 9,5 Prozent auf 23.897 bis zum Jahresende sank, konnte in 2011 ein weiterer Rückgang um 1.547 oder 6,5 Prozent auf 22.350 erreicht werden. Im rechnerischen Jahresdurchschnitt 2011 waren 23.865 Männer und Frauen arbeitslos, 2.442 oder 9,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Einen niedrigeren Jahresdurchschnittswert gab es zuletzt 1992 mit 21.510. Damals waren aber noch vielfach die arbeitslosen Sozialhilfeempfänger nicht in der Statistik enthalten. Mit dem Ergebnis des Monats Dezember wurde der Stand vom November noch um 85 oder 0,4 Prozent unterschritten. Dabei blieb die Arbeitslosenquote mit 6,2 Prozent auf dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie noch bei 6,6 Prozent. Da insbesondere in der Beschäftigungsdomäne der Männer, dem verarbeitenden Gewerbe, mehr Einstellungen erfolgten, sank deren Arbeitslosigkeit im Jahresverlauf deutlicher (-1.051 oder -8,3 Prozent auf 11.686) als die der Frauen (-496 oder -4,4 Prozent auf 10.664). Damit fällt nunmehr auch die Arbeitslosenquote der Männer mit 6,0 Prozent niedriger aus als die der Frauen mit 6,3 Prozent. In den letzten vier Wochen konnten jedoch die Frauen vermehrt eine Beschäftigung aufnehmen, insbesondere in Verkaufsberufen, als Erzieherinnen, Reinigungskräfte, Büro- und Sekretariatskräfte sowie Arzt- bzw. Praxiskräfte. Trotz eines erhöhten Einstellungsbedarfs an Fach- und Hilfskräften bleibt es für die Arbeitslosen im Bereich der Grundsicherung schwieriger in den 1. Arbeitsmarkt einzumünden als für diejenigen im Bereich der Arbeitslosenversicherung. So sank die Zahl der Arbeitslosen im Bereich der Jobcenter in 2011 um 428 oder 2,7 Prozent auf 15.189 und im Bereich der Agentur für Arbeit um 1.119 oder 13,5 Prozent auf 7.161. Trotzdem konnten im Jahresverlauf 6.721 Arbeitslose aus der Grundsicherung in den 1. Arbeitsmarkt integriert werden, 355 oder 5,6 Prozent mehr als in 2010. „Aus Gründen des demographischen Wandels wird es immer wichtiger für die Betriebe sich weitere Potentiale auf dem Arbeitsmarkt zu erschließen“, mahnt Stefan Krause. Etwa 1.600 Frauen und Männer sind im Bereich der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach schwerbehindert – und ohne Job. Das sind 7,1 Prozent der insgesamt 22.350 Arbeitslosen. Fast jeder Zweite von ihnen hat eine abgeschlossene Berufsausbildung. Um eine schnelle Re-Integration in das Erwerbsleben zu unterstützen, werden sie von einem speziellen Team. Menschen mit Schwerbehinderung sind eine wichtige Zielgruppe, wenn es darum geht, den zukünftigen Fachkräftebedarf zu decken. „Immer wieder gehörte Vorurteile, wie häufigere Krankheitsausfälle, hohe Kosten und die vermeintliche Unkündbarkeit bestätigen sich bei konkreter Betrachtung nicht“, so Krause. Der erhöhte Personalbedarf im verarbeitenden Gewerbe hat auch zu einer Reduzierung der Arbeitslosenzahl bei der Generation 50plus geführt – allerdings nur im Oberbergischen Kreis und im Nordteil des Rheinisch-Bergischen Kreis. Immerhin konnten 2.888 Männer und Frauen dieser Altersgruppe im Jahr 2011 eine Beschäftigung im 1. Arbeitsmarkt aufnehmen, 195 oder 7,2 Prozent mehr als in 2010. Zum Jahresende waren noch 7.330 Arbeitnehmer/innen dieser Altersgruppe arbeitslos, 109 oder 1,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Ihre Arbeitslosenquote blieb mit 8,3 Prozent aber noch überdurchschnittlich hoch. Die günstige Entwicklung der Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr wird dabei noch unterzeichnet, weil der statistische Entlastungseffekt durch den Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen geringer ist als vor einem Jahr. Die Zahl der Personen, die in Qualifizierungen, Aktivierungsseminaren oder in Arbeitsgelegenheiten beschäftigt sind und deshalb nicht als Arbeitslose gezählt werden, lag im Dezember 2011 mit 7.749 um 2.072 oder 21,1 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Im abgelaufenen Jahr 2011 hatten die hiesigen Betriebe und Verwaltungen den Arbeitgeberservice der Agentur und der Jobcenter mit der Vermittlung für 14.655 Arbeitsstellen beauftragt. Dies waren 3.195 oder 27,9 Prozent mehr als in 2010. 60 Prozent dieses Zuwachses entfiel auf Zeitarbeitsunternehmen. Ein Großteil dieser zusätzlichen Nachfrage bezog sich auf Metall- und Elektroberufe, Büroberufe, Verkehrsberufe und Sozialberufe. Zum Jahresende waren für 2.900 Arbeitsstellen die Vermittlungsbemühungen noch nicht abgeschlossen, 870 oder 46,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. In den letzten vier Wochen hat sich dieses Angebot jedoch um 221 oder 7,1 Prozent verringert. 2.760 Arbeitsstellen boten eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Hier wurden vor allem neben Produktionshelfern Altenpflegekräfte, Industriemechaniker, Tischler, Elektroinstallateure, Anlagenmechaniker für Sanitär, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker Energie- und Gebäudetechnik, Gabelstaplerfahrer und Zerspanungsmechaniker Drehtechnik gesucht. 82 Prozent der freien Arbeitsstellen boten eine unbefristete Beschäftigung an. Im rechnerischen Jahresdurchschnitt waren 2.763 Arbeitsstellen unbesetzt, 871 oder 46,0 Prozent mehr als in 2010. 44,2 Prozent des jahresdurchschnittlichen Stellenangebots stammte von Zeitarbeitsunternehmen. Die berufliche Struktur des Stellenangebots hat sich im Jahresverlauf kaum verändert: Fachkräfte im Metall- und Elektrobereich, Pflegefachkräfte im Bereich Gesundheitswesen und Altenpflege sowie Fachleute im Bereich Transport- und Lagerwesen zählten von Januar bis Dezember zu den meistgesuchten Arbeitnehmer/innen. Die jüngsten Beschäftigtendaten vom März 2011 wiesen mit einer Beschäftigungsquote von 33,8 Prozent (Anteil sozialversicherungspflichtig Beschäftigte an der Wohnbevölkerung) ein höheres Niveau aus als im Vorkrisenjahr 2007 (32,1 Prozent). Seit damals stieg die Zahl der Beschäftigten um 9.384 oder 4,0 Prozent auf 243.093. Die Kurzarbeit, das vielleicht wichtigste arbeitsmarktpolitische Instrument zu Zeiten der Krise, hat naturgemäß im Jahre 2011 an Bedeutung verloren. Zu Spitzenzeiten im Frühjahr des Jahres 2009 wurde für rund 20.000 Arbeitnehmer Kurzarbeitergeld gezahlt. Seit Anfang 2010 ist dieser Wert wieder im einstelligen Tausender-Bereich (9.958) angelangt und hat sich seither stetig verringert. Er lag Mitte des Jahres 2011 bei 432. Da nicht alle Kurzarbeiter zu 100 Prozent von Arbeitseinschränkungen betroffen sind, wird zusätzlich das sogenannte Beschäftigungsäquivalent ausgewiesen. In 2010 wurde im Durchschnitt gut die Hälfte der Arbeitszeit durch Kurzarbeit kompensiert. Im Juni ist der durchschnittliche Arbeitsausfall auf knapp 28 Prozent gesunken. Das heißt, bei der Kurzarbeit ist derzeit wieder die Normalität eingekehrt. Herausforderungen für 2012Demographische Entwicklungen sind weit vorhersehbar. Dennoch rückte das mit dem Bevölkerungsrückgang einhergehende Schrumpfen des Erwerbspersonenpotentials erst vor vier bis fünf Jahren in den Fokus des öffentlichen Interesses. Es wurde durch die Bankenkrise der Jahre 2008 und 2009 wieder überlagert, um dann insbesondere im Jahre 2011 zum bestimmenden Arbeitsmarktthema zu werden. Der sich einstellende Rückgang des Erwerbspersonenpotentials und die damit zusammenhängenden Schwierigkeiten, benötigte Fachkräfte zu finden, werden alle Akteure am Arbeitsmarkt vor große Herausforderungen stellen. Natürlich sind die politischen Handlungsträger in Bund, Ländern und Kommunen auch hier gefordert ebenso wie die Tarifpartner, die Betriebe und Belegschaften, Kammern, Bildungsträger, Universitäten und viele mehr – auch die Bundesagentur für Arbeit. Nicht jede offene Stelle signalisiert eine Mangelsituation. Erst wenn die Nachfrage nach Arbeitskräften nicht problemlos befriedigt werden kann und ihr kein passendes Angebot an Arbeitskräften gegenübersteht, tritt ein Engpass auf. Einen branchenübergreifenden, flächendeckenden Fachkräftemangel gibt es derzeit nicht. Allerdings zeigen sich in einzelnen Regionen in bestimmten Berufen Engpässe bei der Besetzung offener Stellen. Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten dem Fachkräftebedarf zu begegnen. Im Vordergrund stehen zwei Themenkomplexe: Das vorhandene Erwerbspersonenpotential besser auszuschöpfen sowie dieses Potential zu erhöhen. Ohne zusätzliche Anstrengung wird das Erwerbspersonenpotential in NRW bis zum Jahre 2025 um etwa 1,3 Millionen Menschen sinken – und diese Entwicklung wird sich über diesen Zeitpunkt hinaus fortsetzen. Der Arbeitsmarkt nach RegionenObwohl die Konjunktur an Schwung eingebüßt hat, gab es in keiner Teilregion des Agenturbezirks Anzeichen, dass dies sich schon auf dem Arbeitsmarkt niederschlägt. Selbst im Oberbergischen Kreis, in dem die Arbeitslosigkeit leicht gestiegen ist, gab es im Dezember weniger Beschäftigungsverluste. Jedoch konnten weniger Oberberger über eine Beschäftigungsaufnahme im 1. Arbeitsmarkt ihre Arbeitslosigkeit beenden. Vor allem Zeitarbeitsunternehmen reduzierten ihr Stellenangebot. So ging vor allem die Nachfrage nach Helfern im Metall-, Kunststoff- und Lagerbereich zurück. Im Rheinisch-Bergischen Kreis und in Leverkusen verringerte sich die Arbeitslosigkeit hingegen erneut. Im Oberbergischen Kreis musste zum Jahresende ein leichter Anstieg der Arbeitslosigkeit festgestellt werden, weil sich vor allem auch aus saisonalen Gründen vermehrt Arbeitnehmer/innen arbeitslos melden. Sie übten zuvor Gartenbau- oder Bauberufe aus. Im Dezember meldeten sich insgesamt 1.729 Männer und Frauen arbeitslos, 732 waren zuvor erwerbstätig. Gleichzeitig konnte für 1.691 Personen die Arbeitslosigkeit beendet werden, in 534 Fällen durch eine Erwerbstätigkeit. Im Dezember blieben 8.284 Oberberger arbeitslos, 33 oder 0,4 Prozent mehr als im November, jedoch 893 oder 9,7 Prozent weniger als im Dezember 2010. Die Arbeitslosenquote blieb mit 5,8 Prozent auf dem Stand der Vormonate. Vor einem Jahr betrug sie noch 6,5 Prozent. 2.894 Arbeitslose zählten zum Kundenkreis der Agentur für Arbeit und 5.390 zu dem des Jobcenters Oberberg. Im rechnerischen Jahresdurchschnitt waren 8.902 Männer und Frauen aus dem Kreisgebiet arbeitslos, 1.468 oder 14,2 Prozent weniger als in 2010. Die entsprechende Arbeitslosenquote sank von 7,3 auf 6,2 Prozent. Im Laufe des Dezembers erteilten die oberbergischen Betriebe und Verwaltungen Vermittlungsaufträge für 506 Arbeitsstellen und damit 5.911 seit Jahresbeginn. Dies waren 1.610 oder 37,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Jahreswechsel waren für 1.133 Stellen die Vermittlungsbemühungen noch nicht abgeschlossen, 75 oder 6,2 Prozent weniger als im November, aber 317 oder 38,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Im Jahresdurchschnitt waren 1.109 Stellen unbesetzt, 418 oder 60,4 Prozent mehr als in 2010. Aktuell suchen die Arbeitgeber vor allem Zerspanungsmechaniker Drehtechnik, Industriemechaniker, Helfer in der Metallbearbeitung, Industriemechaniker spezialisiert auf Maschinen-/Systemtechnik, Elektroinstallateure, Elektroniker Energie-/Gebäudetechnik, Tischler, Anlagenmechaniker Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnik, Altenpfleger, Fachkräfte Lagerlogistik und CNC-Dreher. Auch für die Arbeitslosen im Rheinisch-Bergischen Kreis verringerten sich im Dezember die Einmündungsmöglichkeiten in den 1. Arbeitsmarkt. So fiel die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen zum Monatsende nur geringfügig niedriger aus als Ende November. In den letzten vier Wochen meldeten sich insgesamt 1.468 Männer und Frauen arbeitslos, 597 waren zuvor erwerbstätig. Gleichzeitig konnte für 1.533 Personen die Arbeitslosigkeit beendet werden, in 525 Fällen durch eine Erwerbstätigkeit. Im gesamten Jahresverlauf kam es zu 18.694 Arbeitslosmeldungen und 19.362 Abmeldungen. Zum Jahresende waren im Kreisgebiet noch 8.091 Männer und Frauen arbeitslos, 48 oder 0,6 Prozent weniger als Ende November und 659 oder 7,5 Prozent weniger als Ende 2010. Die Arbeitslosenquote blieb mit 5,8 Prozent auf dem Novemberstand nach 6,3 Prozent im Vorjahr. 2.721 Arbeitslose zählten zum Jahreswechsel zum Kundenkreis der Agentur für Arbeit und 5.370 zu dem des Jobcenters Rhein-Berg. Im Durchschnitt des Jahres 2011 waren im Rheinisch-Bergischen Kreis rechnerisch 8.706 Männer und Frauen arbeitslos, 706 oder 7,5 Prozent weniger als in 2010. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote sank von 6,7 auf 6,2 Prozent. Zu den positiven Aspekten der Arbeitsmarktentwicklung im Kreis zählt auch die vermehrte Zahl von Einmündungen der Generation 50plus in eine Erwerbstätigkeit mit 1.290 und damit 122 oder 11,5 Prozent mehr als in 2010. Mit den Vermittlungsaufträgen für 430 Stellen im Dezember wurden von den Betrieben im Kreisgebiet im gesamten Jahresverlauf 5.401 Stellen gemeldet, 737 oder 15,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Jahresende waren für 1.045 Arbeitsstellen die Vermittlungsbemühungen noch nicht abgeschlossen, 206 oder 24,6 Prozent mehr als Ende Dezember 2010. Aktuell suchen die Betriebe insbesondere Helfer im Lagerbereich, Kommissionierer, Gabelstaplerfahrer, Fachkräfte in der Altenpflege, Tischler, Erzieher, Elektroinstallateure und Anlagenmechaniker Sanitär-/Heizungs- und Klimatechnik. Mit einem aktuellen Rückgang der Arbeitslosigkeit in Leverkusen um 70 oder 1,2 Prozent auf 5.975 blieb diese weiterhin nahezu auf Vorjahresniveau (+5 oder +0,1 Prozent). Auch die Arbeitslosenquote blieb mit 7,4 Prozent nach 7,5 Prozent im November und 7,3 Prozent im Vorjahr kaum verändert. Im Dezember hatten sich 1.176 Leverkusener arbeitslos gemeldet, darunter 452 nach Verlust ihres Arbeitsplatzes. Gleichzeitig konnten sich 1.250 abmelden, darunter in 310 Fällen wegen einer Arbeitsaufnahme. 1.546 Arbeitslose wurden durch die Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit betreut. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang um 210 oder 12,0 Prozent. 4.429 Arbeitslose zählten zum Kundenkreis des Jobcenter Arbeit und Grundsicherung Leverkusen, 215 oder 5,1 Prozent mehr als Ende 2010. Während des abgelaufenen Jahres mussten sich 15.755 Männer und Frauen aus Leverkusen arbeitslos melden, gleichzeitig konnten aber 15.932 Personen aus der Arbeitslosigkeit vorübergehend oder endgültig ausscheiden. Im Jahresdurchschnitt waren 6.257 Personen arbeitslos, 269 oder 7,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote sank von 8,0 Prozent auf 7,7 Prozent in 2011. Obwohl sich die Arbeitslosigkeit in Leverkusen in 2011 nur sehr verhalten entwickelte, zeigte sich die Arbeitskräftenachfrage deutlich lebhafter. Seit Jahresbeginn hatten die Arbeitgeber im Stadtgebiet Vermittlungsaufträge für 3.343 Stellen erteilt, 848 oder 34,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Zum Jahresende waren für 722 Arbeitsstellen die Vermittlungsbemühungen noch nicht abgeschlossen, 307 oder 74,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Besonders häufig suchen die Personalverantwortlichen in Leverkusen neben Helfern in der Metallbearbeitung, Informatiker, Chemikanten, Krankenpflegekräfte, Berufskraftfahrer, Verkäufer, Servicekräfte, Altenpfleger, Softwareentwickler und Köche.
Zuletzt aktualisiert am: 09.01.2012. 3492 09.06.2026).
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