Bildungsregion Oberberg
Land, Kreis und Kommunen schließen Kooperationsvertrag Oberbergischer Kreis. Mit einem neuen Bildungsnetzwerk Oberberg wollen der Oberbergische Kreis, das Land Nordrhein-Westfalen und die 13 Kommunen im Kreisgebiet eine intensive Zusammenarbeit zwischen Schulen und außerschulischen Kooperationspartnern erzielen. Der Staatsekretär im Ministerium für Schule und Weiterbildung, Günter Winands, unterzeichnete am gestrigen Montag im Gummersbacher Kreishaus mit Landrat Hagen Jobi einen Kooperationsvertrag „Es gibt in Oberberg viel Professionalität in Sachen Bildung, Betreuung und Erziehung, die sich Schule zu nutzen machen und die unseren Kindern zu Gute kommen kann“, sah auch Landrat Hagen Jobi nur Vorteile in einem Bildungsnetzwerk. „Wenn wir unsere Kinder individuell fördern wollen, brauchen wir ein abgestimmtes Gesamtsystem.“ Der Oberbergische Kreis wird das Netzwerk unter anderem durch die Einrichtung eines Bildungsbüros als Schaltzentrale und Servicestelle für die Kooperationspartner unterstützen. Hierzu wird auch das Land pädagogisches Personal abstellen. Die gemeinsame Arbeit startet zum 1. August. Erste Aufgabe des Büros wird es sein, die Inhalte der Netzwerkarbeit in enger Zusammenarbeit mit den Schulen und potenziellen Kooperationspartnern näher zu definieren. Eine abschließende Festlegung soll danach im Rahmen einer Bildungskonferenz erfolgen. Mögliche Handlungsfelder gibt es viele. Sie reichen von schulübergreifenden Projekten, über die Unterstützung bei den verschiedenen Schulübergängen, hin zu Themen wie Sprachförderung, Integration, Umwelterziehung und Gewaltprävention. „Wir müssen uns auf Schwerpunkte verständigen und Doppelstrukturen vermeiden“, so der Landrat. Das neu initiierte Netzwerk stößt bei den Schulen auf großes Interesse. Viele oberbergische Schulleitungen waren der Einladung des Oberbergischen Kreises gefolgt. „Es kann gelingen“, freute sich der Landrat angesichts der guten Resonanz. Besonders froh ist er, dass alle oberbergischen Kommunen zu den ersten Partnern im Netzwerk gehören werden. Bürgermeister-Sprecher Werner Becker-Blonigen unterschrieb gestern Abend eine entsprechende Vereinbarung stellvertretend vorab für alle Kommunen. „Bildung ist eine wichtige Aufgabe, die wir nur gemeinsam leisten können. Wir müssen alle Möglichkeiten nutzen, um unsere Kinder bestmöglich zu fördern“, erklärte Bürgermeister Becker-Blonigen das Interesse der oberbergischen Städte und Gemeinden an der Zusammenarbeit. „Bildung bedeutet Zukunft“ ist er sich mit Landrat Jobi einig. „Für das einzelne Kind - in der Gesamtheit aber auch für die Region.“ Das bunte Programm im Kreishaus wurde vom fröhlichen Chorgesang der Grundschule Oberwiehl eröffnet. Die Trommlergruppe der Jakob-Moreno Schule aus Gummersbach kündigte lautstark die Vertragsunterzeichnung an. Für einen kleinen Imbiss und den Service sorgten die Schüler und Schülerinnen der Realschule Bergneustadt. Sie hatten es erst vor Kurzem bis ins Landesfinale des Jugendkochwettbewerbs „Erdgaspokal der Schülerköche 2008/09“ geschafft. Ausgelost wurden auch die Preise im Wettbewerb „Bildung in Oberberg“, die Landrat Hagen Jobi und Schulamtsdirektorin Angelika Freund im Mai unter den Schulen ausgelobt hatten. Schülerinnen und Schüler aus 95 Grundschulklassen hatten ihre farbenfrohen und sehr fantasievollen Vorstellung von der Traumschule eingereicht. Vier von ihnen zogen Staatssekretär und Landrat aus einer zur Lostrommel umfunktionierten Schultüte. Die Biologische Station und Schloss Homburg spendieren den Gewinnern, erlebnisreiche Nachmittage in der Natur und im Schloss.
Zuletzt aktualisiert am: 24.06.2009. 2689 13.06.2026).
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