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Pieks statt Pille: Akupunktur hilft bei Heuschnupfen

In der Abteilung für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Krankenhaus wird die fernöstliche Heilmethode erfolgreich zur Therapie gegen Heuschnupfen eingesetzt.

Alle Jahre wieder beginnt im Frühling für viele Menschen eine immer wiederkehrende Leidenszeit. Denn wenn die Pollen wieder fliegen, hat der so genannte Heuschnupfen Hochsaison. Beim Kampf gegen eine ständig laufende Nase, tränende, gerötete Augen, Atembeschwerden oder sogar Asthmaanfälle vertrauen immer mehr Betroffene auf sanfte Heilmethoden,  wie beispielsweise die Akupunktur. So wird in der Abteilung für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) am Krankenhaus Radevormwald die über 2.000 Jahre alte fernöstliche Heilmethode erfolgreich zur Therapie gegen Heuschnupfen eingesetzt.


Etwa zwölf Millionen in Deutschland erwarten den Frühlingsbeginn mit gemischten Gefühlen. Denn wenn die Tage wärmer werden, dann sprießen auch Büsche und Bäume und beginnen munter mit der Pollen-Produktion. Für das Immunsystem von Pollenallergikern herrscht dann Alarmstufe rot: Sobald die Blütenpollen die Schleimhäute von Nase und Augen berührt haben, mobilisiert der Körper gegen sie. „Das Tückische dabei ist, dass der Heuschnupfen sich nicht immer auf die zwar lästigen, aber relativ harmlosen Symptome wie tränende Augen, Niesen, laufende Nase beschränkt“, macht Christian Kuhlmann, Chefarzt der Abteilung für Traditionelle Chinesische Medizin am Krankenhaus in Radevormwald deutlich. So verlagern sich die Symptome immer häufiger auf die Atemwege, die Bronchien, die Lungen. Atemnot, die bis zu starken Asthmaanfällen führen kann, ist die Folge. Christian Kuhlmann: „Damit es erst gar nicht zu diesem Etagenwechsel kommt, sollte Heuschnupfen frühzeitig behandelt werden.“


Neben medikamentösen Therapien stehen Betroffenen dabei auch sanfte Heilmethoden zur Verfügung: „In der Heuschnupfenbehandlung hat sich die Akupunktur sehr bewährt“, weiß der TCM-Experte aus eigener Erfahrung. „Es empfiehlt sich allerdings“, fügt er hinzu, “schon in der symptomfreien Zeit anzufangen.“ Aber auch in der akuten Phase ist es noch möglich, hilfreich mit Akupunktur einzugreifen.


Chefarzt Christian Kuhlmann und sein Team behandeln Heuschnupfen in der Regel mit einer „Zweiphasen-Akupunktur“. „Dabei nadeln wir bereits vor dem Frühlingsbeginn, also in der beschwerdefreien Phase und stärken so die Abwehrenergie des Körpers“, erläutert er. Der zweite Behandlungszyklus setzt rund vier bis sechs Wochen vor Beginn der akuten Symptome an und soll Juckreiz und Niesattacken möglichst weit reduzieren. „Um bei Beginn der akuten Beschwerden eine Linderung herbeizuführen, kann nochmals akupunktiert werden“, empfiehlt Kuhlmann darüber hinaus.


Doch nicht nur die schmerzarmen Nadelstiche erleichtern Allergikern die Pollenzeit. Auch die Kräutertherapie und die Ernährung nach den fünf Elementen Holz, Feuer, Wasser, Luft und Metall unterstützen den Krankheitsverlauf. Jedes Element ist in verschiedenen Lebensmitteln zu finden und dazu geeignet, das gestörte Qi wieder auszugleichen. Wird – wie bei Heuschnupfen oft der Fall – zu viel feuchte Hitze diagnostiziert, dann kann kühlende und Feuchtigkeit ausleitende Nahrung, wie z.B. Hirse oder Pfefferminze, ausgleichen.


Wer weiter Informationen über die Behandlungsmöglichkeiten von Heuschnupfen mit Akupunktur erhalten möchte, kann diese telefonisch in der TCM-Abteilung unter 02195 / 600 230 erfragen.


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