Zur Geschichte der Ortschaft Rädereichen in der Stadtgemeinde Radevormwald
Vorwort
Die Ausarbeitung meiner Familienchronik führte mich des öfteren in das Zeitungsarchiv unserer Stadt.
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Dabei kam ich mit dem damaligen Archivleiter Günther Lack über
Geschichtsthemen ins Gespräch. Ihn überraschten meine Kenntnisse über die
Geschichte meines Wohnortes Rädereichen. Ich sagte ihm, dass meine Familie
immerhin seit 1830 ortsansässig sei. „Wenn dem so ist“, meinte er, „dann
schreiben Sie doch einen Geschichtsbericht über Ihr Dorf. Es wäre gut, wenn
noch etliche Autoren solche Niederschriften über unser Stadtgebiet machten, die
man schließlich zu einem Buch zusammenfassen könnte.“ Ich griff den
Vorschlag gerne auf, und innerhalb einer Woche hatte ich einen ersten Entwurf
ausgearbeitet.
Ziel meiner Niederschrift war es, die Geschichte der örtlichen Besiedlung, soweit sie sich zurückverfolgen ließ, darzustellen, und damit verbunden die Entwicklung einer Infrastruktur und das Wirken der Menschen untereinander sichtbar zu machen, wobei ich mich um Objektivität bemühen wollte. Im Verlauf von mehreren Jahren erweiterte ich den Bericht. Dabei brachten viele Dorfbewohner ihr Wissen mit ein, wofür ich mich bedanken möchte. |
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Mein Bericht sollte nicht als abgeschlossen betrachtet oder als umfassend gewertet werden. Wo ich Personen nannte, lag es nicht in meiner Absicht, jemanden zu verletzen.
Hans Dürhager
Geschichte der Ortschaft Rädereichen
Der größere Teil des Gebietes, über welchen sich heute unsere Stadtgemeinde ausdehnt, wurde noch im 12. und 13. Jahrhundert von einem großem Walde eingenommen. Dieser erstreckte sich weit nach Osten hin und bildete die Grenze zwischen Franken und Sachsen. Noch heute erinnern Ortsbezeichnungen wie „Im Walde“ „Im Busch“ oder „Unterm Busch“ „Im Holte“ und „Vorm Holte“ an sein Vorhandensein, bevor er gerodet wurde. Es ist daher wohl anzunehmen, dass der Name Radevormwald von „Rodung vor dem Walde“ abzuleiten ist. Reste einer alten Landwehr im östlichen Teil der Gemeinde und im Waldgebiet zur Bevertalsperre lassen erkennen, dass sich hier ein Grenzgebiet befand. Ähnlich verhält es sich auch mit der Ortsbezeichnung Rädereichen. In der Urkatasterkarte von 1828 finden wir zwei Namen für die Örtlichkeit eingetragen. Für den Teil, welcher an das Gewerbegebiet Lünsenburg angrenzt, „Räder Eiken“ und um den jetzigen Kreuzungsbereich „Hölter Eiken“. In der unter Leitung des Generalmajors von Lecoq entstandenen topographischen „Karte des Rheines von Kaiserswerth bis Coeln ,sowie der Gegend an beiden Ufern der Wipper von 1805“ ist die gesamte Örtlichkeit noch nicht namentlich genannt. Wohl aber die Orte „Linsenburg“ und „Schuterdeich“, welche ja in unmittelbarer Nähe lagen. Die heutigen Bundesstrassen 229 von Radevormwald in Richtung Lüdenscheid und die B 483 nach Hückeswagen gab es nur als Karrenwege. Die Hauptverbindung von Radevormwald nach Hückeswagen führte durch die Kaffeekanne nach Herweg. Eine Karrenwegverbindung führte aus der Stadt über die jetzige Wasserturmstrasse Richtung Erlenbach. Die Strasse nach Halver verlief durch die sogenannte Alte Landstrasse in Richtung „Linsenburg-Hanenberg“. In der Urkatasterkarte von 1828 ist eine Wegeverbindung von der jetzigen Kreuzung in Rädereichen in Richtung Lünsenburg eingezeichnet, welche sich in der Nähe der späteren Eisenbahntrasse gabelte. Anhand dieses Sachverhaltes wird deutlich, warum die Örtlichkeit an dieser Gabelung „Räder Eiken“ hieß und die an der jetzigen Kreuzung „Hölter Eiken“. In „Hölter Eiken“ gab es noch etliche Waldparzellen, wichtige Wegeabzweigungen fehlten jedoch. Erst 1838 wurde eine befestigte Straßenverbindung entlang der heutigen B 229 nach Halver gebaut. Kreuzungspunkt wurde Rädereichen erst um 1845 als der „Kommunalweg“ nach Hückeswagen fertig wurde. Den reichlichen Waldbestand verdankte man umfangreichen Nachpflanzungen, nachdem im Mittelalter und teilweise auch schon früher große Kahlschläge zur Erzeugung von Holzkohle für die Eisengewinnung in Rennöfen und zum Erhalt von Branntkalk, entstanden waren. Mehrere sogenannte Sinterhaufen mit Resten von Eisenschlacke finden sich im hinteren Teil, in südlicher Richtung der „Dolle Juffer“, westlich des Erlenbach. Man benötigte zur Gewinnung von einem Kilo Eisen die achtfache Menge an Holzkohle, welche ja relativ leicht waren. Beim Bau der Chaussee von Radevormwald nach Halver hatte man am Ortseingang in Rädereichen einen großen Steinbruch angelegt, um den Damm bis zur Kreuzung aus geeignetem Material aufschütten zu können. An besagter Stelle befindet sich, wie aus der geologischen Karte ersichtlich, die Schnittfläche verschiedener Gesteinsschichten, sogenannte „Hohenhöfer Schichten“. Nach Westen zieht sich Roter und Grüner Schiefer mit vereinzelten Grauwacken und Konglomeraten. Südöstlich grenzt mehr Lehmboden an. Die verkehrstechnische Entwicklung ist festgehalten in der „Lüdenscheider topographischen Karte von 1841 - 58“ und wird erwähnt in einer in meinem Besitz befindlichen notariellen Beurkundung vom 23. Juli 1846. In alten notariellen Niederschriften ist im Bezug auf Rädereichen einmal von „Höltereiken“ sowie „Rädereiken“ die Rede, bis letztlich der Name Rädereichen für den gesamten Ort verbindlich war. Von alten Leuten wurde in meiner Kindheit auch noch die Ortsbezeichnung „Pülseiken“ verwandt, womit wohl der Bauernhof Fischer an der späteren Bahnlinie gemeint war. Durch die Urkatasterkarte von 1828 erhalten wir erstmals Kenntnis über die Besiedlung von Rädereichen. Im damaligen „Räder Eiken“ lag ein größeres Gebäude, welches sicherlich ein Bauerngehöft war. Eigentümerin war eine Witwe Heinrich Schmidt, welche daselbst drei Parzellen mit nicht allzu großer Grundfläche besaß.
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In „Hölter Eiken“, also dem heutigen Kreuzungsbereich,
lag ein größeres bäuerliches Anwesen, dem vier Gebäude zugerechnet
werden können. Besitzer waren die Erben Studtberg. Möglicherweise wurde
der relativ große Bauernhof von Geschwistern bewirtschaftet. Das
Ackerland lag größtenteils in der Nähe in Verbindung mit kleinen
Waldparzellen. Zwei Ackerflächen von jeweils gut acht Morgen sind leicht
in der Karte zu finden; einige Parzellen lagen teilweise in südlicher
Richtung „Dolle Juffert“. Beide Familiennamen gibt es im Ort heute
nicht mehr, weshalb man annehmen kann, dass die Besitzungen alsbald
verkauft wurden.
Laut Katasterkarte und der Überlieferung zufolge, war um die Hälfte des 19 Jhdt. in der Ortschaft und auch weiter drum herum noch viel Waldbestand, meist Eichenwald, vorhanden. > Was der Örtlichkeit ja auch den Namen gegeben hat. Direkt an der jetzigen ESSO-Tankstelle stand bis vor ein paar Jahren noch eine über 300 Jahre alte Buche, welche dem dort vorhandengewesenen Wald zuzurechnen war. |
"Dicht neben der alten Buche scheint noch 1828 ein alter Haferkasten gestanden zu haben. In meiner Kindheit befand sich dort eine größere alte Scheune, welche Ende 1942 abgerissen wurde. Dieselbe diente den drei Bauernhöfen Tillmanns im Ort als zusätzliche Lagerstätte von Getreide, wie Hafer und Roggen. Die Ernte wurde hier in den Wintermonaten von einer Dreschmaschine mit Elektromotor ausgedroschen. Früher befand sich hier eine Göpelanlage als Antrieb, wozu ein Pferd im Kreis laufen musste. Für uns Kinder bestand hier bei Regenwetter oft ein „überdachter Spielplatz“. Am 4. Januar 1830 begann mein Ururgroßvater, der Zimmermeister Johannes Kirschsieper, welcher bei seinen Eltern auf Berge, etwa 5 km entfernt auf Wipperfürther Gebiet wohnte, etwa 120 Meter vom Ortskern, 390 Meter hoch in südwestlicher Richtung am Hang gelegen, Land zu kaufen. Er hatte zwei Jahre zuvor Anna-Catharina Busch aus Kottmannshausen geheiratet, deren Vorfahren aus Dortmund-Mengede stammten, und wollte sich in Rädereichen niederlassen. Er gehörte einer alten Handwerkerfamilie an, die aus der Gemeinde Hückeswagen stammte. Die Ortsbezeichnung Kirschsiepen, wo auch heute noch ein alter Haferkasten steht, belegt den Herkunftsort. Der Urahn Wilhelm Kerssieper war 1563 Bürgermeister der Stadt Radevormwald, wie das Reformierte Kirchenarchiv zu berichten weiß. Nach den Befreiungskriegen hatte in Preußen ein allgemeiner wirtschaftlicher Aufschwung begonnen, welcher von einer kolossalen Bevölkerungszunahme begleitet wurde. In den Jahren von 1815 - 1860 erhöhte sich die Einwohnerzahl in Deutschland, und zwar von ca. 24 Mio. auf 38 Mio. Radevormwald besaß 1869 insgesamt 8779 Einwohner. Nach der Erfindung der Dampfmaschine in England, begann man auch in Deutschland mit dem Bau von Eisenbahnlinien. Dadurch wurde eine Entwicklung in Gang gesetzt, die nicht nur das Verkehrswesen grundlegend veränderte, sondern die ganze Wirtschaft revolutionierte. Das industrielle Zeitalter begann auf allen Ebenen. Jedoch wuchs die Anzahl der Menschen schneller als deren Beschäftigungsmöglichkeiten. Vor allem die Landwirtschaft war zeitlich nicht in der Lage, genügend Lebensmittel zu produzieren, da die künstliche Düngung erst erfunden werden musste, bevor sie allgemein zur Anwendung kam."> Johannes Kirschsieper hatte davon erfahren, dass der geplante Straßenausbau Rädereichen zu einem Kreuzungspunkt gestalten würde, der nur zwei Kilometer von der Stadt entfernt lag. Hier eine Heimstatt zu gründen, bedeutete für sein Zimmergeschäft ausreichend Arbeit zu finden. Der Aufbau einer Landwirtschaft sorgte zum Anderen dafür, durch Eigeninitiative die allgemein knappe Lebensmittelversorgung für seine Familie sicherzustellen. Seiner Ehe entsprossen fünf Kinder, drei Söhne und zwei Töchter. Seine Söhne erlernten alle das Zimmerhandwerk und ergänzten, nachdem sie erwachsen waren, die zunächst fremden Hilfskräfte in der Zimmerei des Vaters. Im Verlauf vieler Jahre erlaubte das sehr gut laufende Geschäft, die Ländereien des Bauernhofes bis auf 62 Morgen auszudehnen. Eine durch ein Pferd betriebene Göpelanlage erleichterte das Dreschen des Getreides. Zwei Fünftel der Parzellen waren Waldbestand, der eine Menge Holz für die Zimmerei lieferte. Mit eigenen Pferden konnte man jederzeit die Baumstämme zur Verarbeitung auf den Hof schaffen. Der Schmied Peter Renner aus dem Nachbarort Vorm Holte, dessen Werkstatt sich in dem bis 1929 vorhandenem Fachwerkhaus auf dem Gelände der jetzigen DEA-Tankstelle befunden haben soll, und der viele Ländereien in der Nähe besaß, verkaufte einen Teil seines Besitzes an den Zimmermeister, der sicherlich auch ein guter Kunde von ihm war. Im Jahre 1868 übergab mit einem Generationenvertrag der überaus erfolgreiche Handwerksmeister seinen Bauernhof und die Zimmerei an seinen zweitältesten Sohn Julius. Die übrigen Kinder wurden zum Teil mit Land und einer Menge Kapital abgefunden, welches für alle eine hervorragende Starthilfe für eine eigene Existenz schuf. Der älteste Sohn erhielt ein Haus mit Ländereien, an der Hückeswagener Strasse gelegen, welches 1906 abbrannte. Ein neues Anwesen entstand an der Ecke Hückeswagenerstrasse Wasserturmstrasse. Julius absolvierte außerdem für seine künftige praktische Tätigkeit, nach Wanderjahren in Elberfeld und Köln eine qualifizierte theoretische Ausbildung an der für die damalige Zeit um 1860 in Deutschland einmaligen Baugewerksschule in Holzminden an der Weser. Jedes Semester kostete 60 Goldthaler.
Was noch heute an den Siedlungsbeginn meiner Vorfahren Kirschsieper erinnert, ist die gut sichtbare wunderschöne, etwa 28 Meter große Linde neben dem Garten, welche seit 1830 dort steht. Mit der Schaffung einer befestigten Straßenverbindung durch Rädereichen richtete Wilhelm Klüting an der Kreuzung eine Gaststätte ein. Eine Urkunde vom 15. Februar 1840 erwähnt ihn bereits als Bauer und ein Kaufvertrag vom 5. Juli 1845 wurde in seiner Gaststätte abgeschlossen. Mit diesem Datum haben wir erstmals Kenntnis davon, dass im Ort eine Gaststätte vorhanden war. Am 1. Juli 1858 fand in der Gaststätte eine wichtige Verhandlung statt. Die Witwe von Heinrich Kretzer aus Vorm Holte bot ihren 46 Morgen großen Bauernhof zum Verkauf an. Zwei Tage zuvor war dort Lysette Oberhoff geboren worden. Der Ururgroßvater Johannes Kirschsieper ersteigerte für insgesamt 1081 Thaler Wald- und Wiesenflächen, und es ist gesagt, dass die Gastronomie nunmehr Oberhoff gehörte. Friedrich Oberhoff kam aus dem nahen westfälischen Raum, und wird das Gehöft der Studtberg-Erben erworben haben. Er übergab später seiner Tochter Lysette den Besitz, welche am 5. April 1882 Carl Tillmanns aus der Gemeinde Hückeswagen heiratete. Das landwirtschaftliche Anwesen der Ww. Heinrich Schmidt ist später im Besitz der Familie Fischer, deren Vorfahren in Önkfeld wohnten. Man muss zuvor ein Haus in einer etwas tieferen Lage besessen haben, welches abgebrannt war. Auf den Bauernhöfen des 19. Jhdts. und auch noch in das 20. Jhdt. hinein, halfen vielfach Knechte und Mägde aus. Die Bewohner der Dörfer mit teilweise eigenen Häusern besaßen meist Gartengelände und Wiesen. Dazu etwas Kleinvieh wie Schafe, Ziegen, Hühner und Kaninchen. Etliche hatten eine kleine „Schmitte“ hinterm Haus, wo oftmals Schlösser gemacht wurden. Die Fertigwaren transportierte man dann vielfach auf kleinen Karren oder sogar in Kiepen auf dem Rücken bis in die umliegenden Städte. Ihre Frauen halfen in den Sommermonaten den Bauern bei der Ernte. Eine solche kleine „Schmitte“ befand sich auch in dem Bauernhaus der Oberhoffs, welches früher den Studtbergs gehört hatte. In dieser kleinen Werkstatt arbeitete Wilhelm Bever, der damals um 1884 noch Junggeselle und bei Oberhoffs in Logis war. Er hatte ein Verhältnis mit einer auf dem Hof tätigen Frau und wollte sie heiraten. Der Bauer befürchtete allerdings, alsbald seine Arbeitskraft zu verlieren. Die jungen Leute suchten eine eigene Wohnung, welche ihnen auf dem Bauernhof nicht geboten werden konnte. Allerdings benötigte der Schmied dazu auch eine separate Werkstatt. Es fand sich eine akzeptable Lösung im Ort. Meine Vorfahren besaßen dicht an ihrem Bauerngehöft ein Nebengebäude mit drei Wohnräumen und einem Keller darunter - mit einer kleinen Schmiede. Dieses Gebäude vermietete mein Urgroßvater den beiden jungen Leuten. So bot sich für Wilhelm Bever die Möglichkeit, weiterzuarbeiten unter Beibehaltung all seiner vorhandenen Kundschaft. Hier feierte man Hochzeit und gründete eine Familie der zehn Kinder beschert wurden. Vor dem Haus war ein kleiner Garten, und ein paar Kleintiere wird man auch besessen haben. Was sonst noch zum Leben fehlte, bot gegebenenfalls der Bauernhof der Kirschsiepers nebenan. Die Zimmerleute ließen auch hier ihre Maueranker, Keile und der gleichen anfertigen, sowie die Pferde beschlagen und die Wagen instandhalten. Kurz vor der Jahrhundertwende versteigerte die reformierte Kirchengemeinde in dem Restaurant Fassbender eine westlich neben der nach Halver führenden Strasse gelegene Waldparzelle. Dieselbe kaufte der Bauer Dahlhaus aus Schüttendeich für Wilhelm Bever als Baugelände für ein massives Wohnhaus, in welches er mit seiner Familie nach Weihnachten 1899 einzog und im Parterre seine künftige Schmiede einrichtete.
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Somit hatten die Kirschsiepers nicht nur den Verbleib der Bevers in Rädereichen
sichergestellt, sondern darüber hinaus den Aufbau einer erfolgversprechenden
Existenz erst ermöglicht.
Wilhelm Bever war ein ähnlich begabter und erfolgreicher Handwerker wie der Zimmermeister Johannes Kirschsieper, wie sich noch in der Folgezeit herausstellen sollte. |