H e i m a t  -  u n d   V e r k e h r s v e r e i n   R a d e v o r m w a l d
Sonderausstellungen

"Bismarck – Motorrad – Schau"
1. August – 31. Oktober 1999

LM 92 ccm Leichtmotorrad

Motorrad – Oldtimer der Bismarck-Werke aus Radevormwald-Bergerhof

Die Fahrradwerke Bismarck hatten bis zu ihrem Konkurs 1957 einen guten Namen. Und neben Fahrrädern und Nähmaschinen stellten sie auch Motorräder her. Zwei der heute seltenen Exemplare konnte der Heimat- & Verkehrsverein Radevormwald in jüngster Zeit für das Radevormwalder Heimatmuseum ergattern.

Und so reifte schnell die Idee, eine Sonderausstellung als "Bismarck-Motorrad-Schau" zu gestalten, in der sich nun mehrere Bismarck Mopeds und Motorräder ein Stelldichein im Heimatmuseum ihrer Heimatstadt geben. 

Reichskanzler Otto von Bismarck hatte dem 1896 in Radevormwald-Bergerhof gegründeten Unternehmen "Fahrradwerke Bismarck" gestattet, seinen Namen zu führen. Obwohl damals für den größten Teil der Bevölkerung das Fahrrad mit rund 300 Goldmark noch nahezu unerschwinglich war, konnte man schon zwei Jahre nach der Gründung stolz auf das 1000. produzierte Rad verweisen.

Zu Beginn des neuen Jahrhunderts brachten die Engländer die ersten Motorräder auf den Markt. Sogleich beschäftigten sich die Bismarck-Werke auch mit diesem Artikel. Doch erzielte das Motorradgeschäft damals keinen größeren Umfang.

Schließlich beginnt man 1931 mit der Serienherstellung von Motorfahrrädern mit Fichtel & Sachs-Motoren von 75 und 98 ccm Hubraum. In der Nachkriegszeit ist eine geregelte Produktion erst ab 1948 wieder möglich. Den Mofas folgen 1950 Motorräder mit Fichtel & Sachs sowie Ilo-Motoren. Die Konstruktion der Bismarck-Motorräder wird übrigens von Emil Fischer besorgt, der zuvor bei Fichtel & Sachs und bei den Deutschen Industriewerken in Spandau beschäftigt war.

Obwohl die Bismarck-Motorräder keinen Vergleich mit Konkurrenzmodellen scheuen brauchen, geht der Umsatz im Motorrad-Kriesenjahr 1956 zurück. Die ehemalige Weltfirma mit dem Namen des deutschen Reichskanzlers gerät in rote Zahlen – im Juli 1957 wird das Konkursverfahren eröffnet.

Die Ausstellung ist jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Sonderführungen für Gruppen sind nach Absprache (Herr Rüsing  02195 / 2182) möglich.

 

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