Presse Info 022/2013 vom 30.04.2013
Der Arbeitsmarkt im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach
- Arbeitslosenzahlen sinken weiter
- Junge Arbeitslose können profitieren
- Mehr Ausbildungsstellen gemeldet
Die Zahl der Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach hat sich im April weiter verringert. Vor allem die jüngeren Arbeitslosen zwischen 15 und 25 Jahren konnten in diesem Monat profitieren.
Auf dem Ausbildungsmarkt steht ein Weniger an gemeldeten Bewerbern einem Mehr an Ausbildungsstellen gegenüber.
„Die Zahl der Arbeitslosen verringert sich wie erwartet weiter“, sagt Stefan Krause, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. „Besonders erfreulich ist der vergleichsweise starke Rückgang bei den jüngeren Arbeitslosen.“
Im April meldeten sich im Bezirk der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach 4.368 Personen arbeitslos, davon 1.732 nach dem Verlust ihres Arbeitsplatzes auf dem 1. Arbeitsmarkt. Dies ist bei den Zugängen aus Erwerbstätigkeit ein Plus von 27 Personen oder 1,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat und +64 Personen oder 2,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Abgemeldet aus der Arbeitslosigkeit haben sich im April 4.625 Personen; dies sind 363 oder 7,3 Prozent weniger als im März. 1.596 davon konnten in eine Erwerbstätigkeit auf dem 1. Arbeitsmarkt einmünden; das sind 75 Personen oder 4,5 Prozent weniger als im Vormonat und 52 oder 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die Arbeitslosenzahl betrug damit 24.829 Personen; dies sind 227 oder 0,9 Prozent weniger als im März und 731 oder 3,0 Prozent mehr als im April 2012.
Die Arbeitslosenquote beträgt wie im März 6,8 Prozent – vor einem Jahr lag sie bei 6,6 Prozent.
Die Verringerung der Zahl der Arbeitslosen beruht vor allem auf Entwicklungen im Bereich des SGB III, der Arbeitslosenversicherung. Hier verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen, während sie im Bereich der Grundsicherung leicht anstieg. So entfielen von den 24.829 Arbeitslosen Ende April 2013 insgesamt 8.783 auf den Versicherungsbereich und damit 274 oder 3,0 Prozent weniger als vor vier Wochen und 912 oder 11,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. 16.046 entfielen auf den Bereich der Grundsicherung bei den Jobcentern und damit 47 oder 0,3 Prozent mehr als im März, aber 181 oder 1,1 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Wie in den vergangenen Jahren, konnte die Personengruppe der 15 bis unter 25jährigen besonders profitieren. Mit 2.575 Personen und damit 102 oder 3,8 Prozent weniger als im Vormonat ist dies der stärkste Abgang. Insgesamt konnten 282 junge Arbeitslose wieder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen.
Zugänge in die Arbeitslosigkeit ergaben sich v.a. aus den Bereichen Arbeitnehmerüberlassung, dem verarbeitenden Gewerbe und des Handels. Hier werden auslaufende Zeitarbeitsverträge eine Rolle spielen, die besonders in diesen Wirtschaftszweigen vertreten sind.
Die Gesamtgröße der Unterbeschäftigung umfasste im Berichtsmonat 30.887 Männer und Frauen und damit 438 oder 1,4 Prozent weniger als im März 2012. Die Unterbeschäftigungsquote erreicht den Stand des Vorjahresmonats und beträgt 8,3 Prozent. Der Anteil der Maßnahmen der aktiven Arbeitspolitik ist leicht gesunken, so dass diese den Arbeitsmarkt im April etwas weniger entlasteten als im März und im April 2012.
Die Unternehmen im Bezirk meldeten 985 neue offene Stellen, das sind 91 oder 8,5 Prozent weniger als im Vormonat und 96 oder 8,9 Prozent weniger als vor einem Jahr. 912 (92,6 Prozent) davon waren sozialversicherungspflichtig. 808 der neu zugegangenen Stellen sind unbefristet zu besetzen; dies entspricht einem Anteil von 82,0 Prozent.
Zum Monatsende gab es mit 2.666 freien Arbeitsstellen 24 oder 0,9 Prozent mehr als im März und 367 oder 12,1 Prozent weniger als vor einem Jahr. 2.504 Stellen boten eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, das sind 93,9 Prozent. 1.084 Stellen oder 40,7 Prozent stammten von Zeitarbeitsunternehmen. Schwerpunkte im Agenturbezirk sind mit einem Anteil von 43,5 Prozent die Dienstleistungsberufe und mit 34,2 Prozent die Fertigungsberufe.
Die hiesigen Arbeitgeber suchen vor allem in den Bereichen verarbeitendes Gewerbe, v.a. Metallverarbeitung und Kunststoffherstellung, im Handel, im Gastgewerbe, im Bau und im Maschinenbau sowie natürlich weiterhin im Gesundheitsbereich.
Der Arbeitsmarkt nach Regionen
(Ausführungen zu den Geschäftsstellenbezirken finden Sie im beigefügten Arbeitsmarktreport)
Im April ist die Arbeitslosigkeit in allen drei Regionen des Agenturbezirkes gesunken. Der Schwerpunkt der positiven Entwicklung lag im Oberbergischen Kreis – hier ist die Arbeitslosigkeit am stärksten gesunken und auch die Stellensituation stellt sich hier recht positiv dar.
Die einzelnen Aspekte müssen für die Geschäftsstellen und Rechtskreise differenziert betrachtet werden.
Bei 1.684 Arbeitslosmeldungen und 1.839 Abmeldungen sank im Oberbergischen Kreis die Arbeitslosenzahl um 152 oder 1,7 Prozent auf 8.872; dabei wurde der Vorjahresstand um lediglich noch 73 oder 0,8 Prozent überschritten. 700 Personen mussten sich nach dem Verlust der Erwerbstätigkeit arbeitslos melden. Das sind 20 oder 2,9 Prozent mehr als im März. 727 Arbeitslose haben wieder eine Beschäftigung auf dem 1. Arbeitsmarkt gefunden – das sind 9 oder 1,2 Prozent weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,2 Prozent - im Vormonat lag sie bei 6,3 Prozent und im Vorjahr ebenfalls bei 6,2 Prozent. In den letzten vier Wochen sank die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 157 (4,3 Prozent) auf 3.457, im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 5 (0,1 Prozent) auf 5.415.
Positiv zeigt sich der Stellenzugang. Während in den anderen Regionen weniger Stellen als im Vormonat gemeldet wurden, sind es hier +2 (0,5 Prozent) auf 425.
Im Oberbergischen Kreis sind aktuell 965 freie Arbeitsstellen (-42 bzw. -4,2 Prozent zum Vormonat) gemeldet, im Vergleich zum Vorjahr sind dies 259 oder 21,2 Prozent weniger.
Gemeldet wurden v.a. Stellen im verarbeitenden Gewerbe, im Bau, im Handel und im Gesundheits- und Sozialbereich.
Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls leicht gesunken, nämlich um 65 oder 0,7 Prozent auf 9.262 Personen. Dies waren 508 oder 5,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. 1.335 Frauen und Männer meldeten sich neu arbeitslos; dies sind 122 oder 8,4 Prozent weniger als im März und 53 (-3,8 Prozent) weniger als im April 2012. 601 davon meldeten sich aus einer vorherigen Erwerbstätigkeit – 21 oder 3,4 Prozent weniger als im Vormonat, aber 12 oder 2,0 Prozent mehr als vor einem Jahr. 1.421 Personen meldeten sich aus der Arbeitslosigkeit ab. 502 Arbeitsuchende fanden wieder eine Stelle – dies sind 74 oder 12,8 Prozent weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote bleibt bei 6,6 Prozent, im Vorjahresmonat lag sie bei 6,3 Prozent. 3.309 Arbeitslose wurden im Bereich der Arbeitslosenversicherung (60 oder 1,8 Prozent weniger als im Vormonat) betreut und 5.953 (5 / 0,1 Prozent weniger) in der Grundsicherung.
Im Rheinisch-Bergischen Kreis haben die Arbeitgeber im April 315 Stellen gemeldet; dies sind 54 oder 14,6 Prozent weniger als im Vormonat und 47 oder 13,0 Prozent weniger als im April 2012.
Das Angebot an freien Arbeitsstellen lag bei 931 (+24 oder +2,6 Prozent zum März); damit wurde der Vorjahreswert um 35 Stellen oder 3,6 Prozent unterschritten.
Gesucht wurden Arbeitnehmer im Bau, dem Gastgewerbe, dem Handel und dem verarbeitenden Gewerbe sowie ebenfalls im Gesundheits- und Sozialwesen.
In der Stadt Leverkusen sank im April die Arbeitslosigkeit ebenfalls leicht: In den letzten vier Wochen gab es 1.349 Arbeitslosmeldungen, davon 431 aus Erwerbstätigkeit. Das sind 28 oder 6,9 Prozent mehr als im März. Gleichzeitig haben sich 1.365 Personen aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet. 367 davon fanden eine neue Stelle. Das sind 8 oder 2,2 Prozent mehr als im Vormonat. Insgesamt sank die Zahl arbeitsloser Männer und Frauen damit um 10 oder 0,1 Prozent auf 6.695. Dies waren 150 oder 2,3 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit sank im Bereich der Arbeitslosenversicherung (-57 oder -2,7 Prozent) auf 2.017. Im Bereich der Grundsicherung stieg sie um 47 (+1,0 Prozent) auf 4.678. Die Arbeitslosenquote in Leverkusen liegt weiterhin bei 8,2 Prozent, bei 8,1 Prozent im Vorjahresmonat.
Das Angebot an freien Arbeitsstellen in Leverkusen ist im April angestiegen und zwar um 42 oder 5,8 Prozent auf 770; dies sind 73 oder 8,7 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Neu gemeldet wurden der Agentur 245 Stellen; das sind 39 oder 13,7 Prozent weniger als im Vormonat und 76 oder 23,7 Prozent weniger als im April 2012.
Gesucht wurden u.a. Mitarbeiter im Handel, im Bau, in Verkehr und Logistik, der öffentlichen Verwaltung sowie im Gesundheits- und Sozialwesen.
Der Ausbildungsmarkt
In diesem Jahr ist es gelungen, mehr Arbeitgeber für die Vermittlung in Ausbildungsstellen zu gewinnen als im letzten Jahr zur gleichen Zeit. Insgesamt 2.496 Berufsausbildungsstellen wurden der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach bis Ende April gemeldet. Das sind 217 (9,5 Prozent) mehr als im Vorjahr. Hiervon sind 2.474 betriebliche Ausbildungsstellen. Gleichzeitig haben weniger Bewerber um eine Ausbildungsstelle die Dienste der Agentur in Anspruch genommen.
Derzeit gibt es 3.905 gemeldete Bewerber um eine Ausbildungsstelle. Dies sind 265 oder 6,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Hiermit korrespondierend gibt es derzeit noch 2.174 unversorgte Bewerber, 177 oder 7,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig sind noch 1.230 Ausbildungsstellen unbesetzt. 137 oder 12,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Die Zahl der bei der Agentur gemeldeten Bewerber um einen Ausbildungsplatz hat sich – trotz des doppelten Abiturjahrganges - gegenüber dem Vorjahr verringert. Offensichtlich besteht bei den Abiturienten eine hohe Studienneigung oder ein hohes Maß an Unentschlossenheit.
„Die geringe Nachfrage des doppelten Abiturjahrganges nach betrieblicher Ausbildung macht uns ein wenig Sorgen“, so Stefan Krause. „Viele werden voraussichtlich nicht ihren Wunschstudiengang belegen können und kommen dann kurzfristig auf die Agentur zu. Auch Studienwillige sollten sich frühzeitig Alternativen überlegen und diesen auch nachgehen!“
Die Agentur bietet ihre Beratungsdienstleistungen natürlich auch weiterhin allen Jugendlichen an, die derzeit noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind.
Im Oberbergischen Kreis wurden bislang 1.118 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 137 oder 14,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 436 unbesetzt – 50 oder 13,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen diesen Stellen 1.809 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Dies sind 172 oder
8,7 Prozent weniger als im Vorjahr. 1.004 gelten zum aktuellen Stand als unversorgt – dies sind 57 oder 5,4 Prozent weniger als im Vorjahr.
Im Rheinisch-Bergischen Kreis wurden bislang 847 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 40 oder 5,0 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 497 unbesetzt – 77 oder 18,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen
diesen Stellen 1.233 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Dies sind 62 oder 4,8 Prozent weniger als im Vorjahr. 547 gelten zum aktuellen Stand als unversorgt – dies sind 110 oder 14,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
In Leverkusen wurden bislang 531 Berufsausbildungsstellen gemeldet. Dies sind 40 oder 8,1 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon sind derzeit noch 297 unbesetzt – 10 oder 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auf Bewerberseite stehen diesen Stellen 863 gemeldete Ausbildungssuchende gegenüber. Dies sind 31 oder 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr. 523 gelten zum aktuellen Stand als unversorgt – dies sind 10 oder 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr.
Die „Top 10“ auf der Bewerberseite sind derzeit (fast unverändert zu März):
Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Bürokaufmann/-frau, Verkäufer/in, Industriekaufmann/-frau, Medizinische/r Fachangestellte/r, Industriemechaniker/in, Kraftfahrzeugmechatroniker - PKW-Technik, Friseur/in, Zerspanungsmechaniker/in, Tischler/in.
Auf der Ausbildungsstellenseite:
Industriekaufmann/-frau, Verkäufer/in, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Bürokaufmann/-frau, Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r, Koch/Köchin, Anlagenmechaniker - Sanitär-/Heiz.-Klimatechnik, Medizin. Fachangestellte/r, Fachkraft – Lagerlogistik, Industriemechaniker/in.
Das Angebot der Agentur für Arbeit steht jedem offen. Unter www.planet-beruf.de kann man sich zusätzlich umfassend informieren und Unterstützung holen.
Zuletzt aktualisiert am: 30.04.2013. 6665 09.06.2026).
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