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Leserbrief: Belebung der Innenstadt

Die Innenstadt ist nur durch die einspurige Öffnung des Marktes zu beleben. Wann wird den Verantwortlichen dieser Stadt endlich mal klar, dass sie handeln müssen? Schnell und unbürokratisch.

Vor ca. 2 Jahren wurde die befristete versuchsweise Öffnung des Marktplatzes für eine einspurige Befahrbarkeit, mit aus meiner Sicht fadenscheinigen Gründen, abgelehnt. Die Verantwortung für die existentielle Frage der Einzelhändler wurde per Bürgerbefragung der Allgemeinheit zugeschoben. Ein Beispiel par excellence für die Verschiebung von Verantwortung.
Mit geringem Kostenaufwand hätte man probeweise die verkehrstechnische Teilung der Innenstadt revidieren und durch die Schaffung von Parkplätzen die leerstehenden Geschäfte für potenzielle Mieter interessanter machen können. Die Verwaltung, und hier besonders der Bürgermeister, glaubten nicht an diesen positiven Effekt der Marktöffnung.
Nun, nach 2 Jahren ist ja wohl überdeutlich erkennbar, daß die Nichtöffnung gar nichts gebracht hat. Die Leerstände in der Innenstadt nehmen weiter zu. Hätte man seinerzeit den Versuch gewagt, den Markt für 2 Jahre probeweise zu öffnen, wüsste man heute, ob durch diese Massnahme die Innenstadt wiederbelebt werden kann. So doktert man weiter rum, versucht mit Aktionen, die zwar an Wochenenden zeitweise die Stadt füllen, der Situation Herr zu werden.
Zu profitieren scheinen nur das neue Zentrum-Ost, wo man fast bis ins Geschäft fahren kann, und wahrscheinlich Bergerhof. Das Zentrum-Ost ist eine städtebauliche Fehlentscheidung, Bergerhof eine Notwendigkeit.
Wann wird den Verantwortlichen dieser Stadt endlich mal klar, dass sie handeln müssen? Schnell und unbürokratisch.
Mit weiter verstreichender Zeit wird es immer schwieriger die derzeitige Situation zu verbessern. Man wartet lieber auf nebulöse finanzielle Zusagen aus Düsseldorf und Gummersbach um die Innenstadt umzukrempeln, statt die einfachen und schnell umzusetzenden Möglichkeiten auszuschöpfen.
Lebt Rade wirklich?
Müssen erst alle Geschäfte leerstehenden, bevor in Radevormwald richtig gehandelt wird?


Jürgen H. Wustmann

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