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Luftbilder aus dem Feriballon

Die wohl ältesten Luftbildaufnahmen von Radevormwald stammen aus dem Jahr 1928. Sie wurden aus einem Freiballon aufgenommen, der von einer Weide am Hölterhof startete.

Zustande kam der erste Start eines Freiballons in Radevormwald auf Anregung der Stadtverwaltung (!!!), die diese Attraktion mit Hilfe der Sektion Wuppertal des Niederrheinischen Vereins für Luftschifffahrt verwirklichte. Aus Aufstiegsort hatte man eine Weide am Hölterhof ausgewählt, zumal in der Hölterhoferstraße vor Jahren für die Gasentnahme ein Anschluss gelegt worden war, der sich nun für die Ballonfüllung nutzen ließ.

Am Samstag, dem 14. Juli 1928, um 14 Uhr, war der Freiballon „Elberfeld“ an Ort und Stelle. Unter den Klängen von Marschmusik rückten die freiwilligen Helfer an, die aus Mitgliedern der Feuerwehr Radevormwald – Stadt bestanden. Unter den Augen vieler Schaulustiger ging es nun an die Arbeit.

Die Hülle des Ballons wurde ordnungsgemäß ausgelegt, das Umspannungsnetz geordnet, der Füllschlauch an die Gasleitung angeschlossen. Aber diese war aufgrund eines zu geringen Gasdruckes nicht in der Lage, die benötigte Menge Gas zu fördern, damit der Ballon wie geplant um 19 Uhr hätte starten können. Erst einen Tag später um 11 Uhr war die Füllung beendet! Der Start wurde nunmehr für 12 Uhr bestimmt.

Alt und Jung aus Radevormwald und Umgebung hatten sich eingefunden, um dem Start beizuwohnen. Allen war Gelegenheit gegeben, den Ballon auf das Genaueste in Augenschein zu nehmen. Danach erfolgte eine „würdige Ansprache“ durch Bürgermeister Schomburg mit Erwiderung durch den Ballonführer, Alexander Dahl, und schon erhob sich der Ballon fast senkrecht in die Lüfte. Dem bewährten Ballonführer Dahl hatten sich drei Mitarbeiter anvertraut, minutiös ist ihre Fahrt festgehalten:

12.15 Uhr in 350 m Höhe mit 5 Sack Ballast; 13.00 Uhr in 850 m Höhe mit 4 Sack Ballast, Ballon über Wellringrade; 14.22 Uhr in 1.300 m Höhe mit nur noch 1 Sack Ballast, Hasper Talsperre.

Die Fahrt konnte nun nicht mehr von langer Dauer sein. Sie aber schon jetzt zu beenden, wäre auch zu schade gewesen, und so entschloss man sich zu einer Zwischenlandung, um einen Mitfahrer abzusetzen, der ausgelost wurde. Von der inzwischen erreichten Höhe von 1.700 m ging der Ballon langsam zur Erde. Nichts durfte schief gehen, doch plötzlich bewegte sich der Ballon bei unveränderter Richtung ca. 100 Meter parallel zu einer Hochspannungsleitung! In einer Höhe von 50 Metern setzte aber eine Windböe ein, die den Führer zu dem Entschluss veranlasste, die Landung zu beschleunigen.

Um 15.05 Uhr erfolgte durch Ziehen der Reißleine die Landung glatt in der Nähe des Dörfchens „Zur Straße“ , nur 10 Meter neben der Hochspannungsleitung. Infolgedessen war eine Weiterfahrt nicht mehr möglich.

So hatte die erste Freiballonfahrt von Radevormwald aus nur kurz gedauert. Die Fahrtlänge betrug 15 Kilometer, die Durchschnittsgeschwindigkeit in der Stunde fünf Kilometer und die größte erreichte Höhe 1.700 Meter.

Norbert Wolff

 

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