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Textilfirmen beschlossen, eine Schule für 100 Kinder zu bauen

Zur Blütezeit der Textilindustrie in den Wupperortschaften hatten die dort ansässigen Betriebe den größten Anteil an der Entwicklung der Orte. Darüber hinaus unterstützten sie die örtlichen Kirchen und Vereine und sorgten 1835 sogar dafür, dass eine eigene Schule gegründet wurde.

Auf Einladung des Lenneper Pastors Wiesmann trafen im Dezember 1834 die Direktoren der Textilunternehmen Bauendahl, Walther & Strohn, Schürmann & Schröder sowie Wülfing & Sohn zu einer ersten Unterredung zusammen. Pastor Wiesmann hatte nämlich ein Schreiben der Regierung in Düsseldorf erhalten, in dem beklagt wurde, "daß sich bei den zu Dahlhausen, Dahlerau und Vogelsmühle errichteten Tuchfabriken eine nicht geringe Anzahl von Familien angesiedelt hatte, welche sowohl des sonntäglichen Gottesdienstes als auch des Schulunterrichtes für ihre Kinder gänzlich entbehren und dadurch Gefahr laufen, in Roheit, Unwissenheit und Unsittlichkeit zu versinken."

Die Fabrikanten wollten dieser Entwicklung natürlich nicht tatenlos zusehen und erklärten sich zur Mithilfe bereit. So ließen sie ein Einwohnerverzeichnis erstellen, aus dem hervorging, dass um 1835 in den Wupperorten 330 Menschen wohnten, unter ihnen 51 schulpflichtige und 53 noch nicht schulpflichtige Kinder.

Wenn das Projekt auch von der Regierung angeregt worden war, so herrschte auch zur damaligen Zeit schon große Sparsamkeit im öffentlichen Haushalt. Denn die Regierung teilte mit: "Bei dem jetzigen Sparungssystem der Ministerien kann nicht viel oder garnichts, seys Betsaal, seys Schule, erwartet werden. Ich hatte mir gedacht, daß die vereinten Kräfte der Herren Fabrikunternehmer das schöne Werk aufrichten und sich und ihren Nachkommen ein schönes Denkmal errichten würden. Möchten sie es tun."

Bis auf die Vertreter der Firma Walther & Strohn fühlten die drei übrigen Firmen sich bei ihrer Ehre gepackt. Sie beschlossen, eine Schule für 100 Kinder zu bauen, garantierten das Einkommen des Lehrers in Höhe von 232 Talern und stifteten zum Bau der Schule jeder 400 Taler. Diese finanzielle Beteiligung war um so notwendiger, weil auch die Räte von Radevormwald und Lüttringhausen eine finanzielle Beteiligung ablehnten. Sie waren der Meinung, durch den Unterhalt der Schulen in Remlingrade und Walbrecken für genügend Schulplätze im Bereich der Wupperorte gesorgt zu haben.

Nach mannigfaltigen Plänen und Verhandlungen konnte man dann aber doch auf einen Neubau verzichten, weil der Wirt Düssel schließlich ein vorhandenes Stallgebäude um ein Schulzimmer aufstocken ließ und dies dann vermietete. So konnte bereits am 7. Dezember 1835 mit dem Unterricht unter der Leitung des ersten Lehrers Karl Caine begonnen werden. Auch an ihn vermietete Düssel eine Einzimmerwohnung.

Durch die stetig wachsende Zahl der Arbeiter in der Textilindustrie wurde die Schule aber bald zu klein. Zunächst verlegte man sie in das Keilbecker Vereinshaus, später nach Dahlhausen. Als 1852 dann in Niederdahl eine neue Schule gegründet wurde, wurden ihr die Schüler des Ortsteiles Vogelsmühle zugeteilt und die nach ihren Gründern genannte "Fabrikschule" von der Gemeinde übernommen.

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